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Was wird bei einer Ohrenspiegelung gemacht?

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Die Ohrenspiegelung (Otoskopie) ist die optische Untersuchung des Gehörgangs und des Trommelfells. Dazu muss der Arzt zuerst die natürlichen Krümmungen des äußeren Gehörgangs durch Zug am Ohr überbrücken. Durch Einbringen eines Otoskops kann er nun den äußeren Gehörgang und das Trommelfell untersuchen.

Ein Otoskop ist ein Instrument, das aus drei Teilen besteht: einer Lampe, einer Lupe und einem wechselbaren Ohrtrichter.

 

Was kann der Arzt bei einer Otoskopie sehen?

Normalerweise ist das Trommelfell glatt, glänzend und gräulich. Rötungen, Schwellungen und flüssige oder eitrige Ansammlungen im Gehörgang oder am Trommelfell deuten auf Entzündungen hin und können mit dem Otoskop leicht erkannt werden. Auch Verletzungen des Trommelfells (Trommelfellperforationen) können auf diese Weise diagnostiziert werden.

 

Ein eingezogenes oder vorgewölbtes Trommelfell sowie Flüssigkeitsansammlungen hinter dem Trommelfell im Mittelohr (Paukenerguss) sind Zeichen einer Mittelohrentzündung beziehungsweise eines krankhaften Prozesses hinter dem Trommelfell.

 

Manchmal ist ein Fremdkörper oder ein Schmalzpfropf (Zerumen) im äußeren Gehörgang die Ursache für eine Hörminderung oder gar einen Hörverlust. Diese Hindernisse können bei der Ohrspiegelung gesichtet und anschließend leicht entfernt werden.

 

Schmerzt die Ohrenspiegelung?

Bei einer Entzündung des Trommelfells oder des äußeren Gehörgangs empfinden besonders Kinder die Untersuchung oft als unangenehm und schmerzhaft, da bereits die Berührung des Ohres schmerzhaft ist und ein Zug an der Ohrmuschel den Schmerz zusätzlich verstärkt.

 

Schäden und Verletzungen, zum Beispiel des Trommelfells, sind bei einer Ohrenspiegelung durch einen erfahrenen Ohrenarzt jedoch kaum zu befürchten.

Autor: Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 25.01.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 08.09.11

Quelle: Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme (3. Auflage 1999); Berghaus, A.: HNO-Heilkunde (MLP Duale Reihe). Thieme (1996); Boenninghaus, H.G.: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Springer (11. Auflage 2001); Ganz, H.: Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde. DeGruyter (2. Auflage 1996); Boenninghaus, H.G.; Lenarz, T.: HNO. 13. Aufl. Heidelberg: Springer, 2007.

 
 
 

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