Untermenü

Untersuchungen

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Untersuchungen . > Untersuchungsmethoden: R . > Röntgenuntersuchung

Inhaltsbereich

Was ist eine Röntgenuntersuchung?

Artikel vorlesen
 

Röntgen ist eine radiologische Untersuchungsmethode, bei der Körpergewebe, zum Beispiel Knochen, Muskeln und so weiter, mit Röntgenstrahlen durchleuchtet wird. Dadurch kann der Arzt Veränderungen innerer Organe und Strukturen, beispielsweise einen Knochenbruch, erkennen und beurteilen.

Der Patient wird je nach zu untersuchender Region in stehender oder liegender Haltung vor dem Röntgengerät in Position gebracht. Empfindliche Körperteile, die nicht in dem zu untersuchenden Bereich liegen, werden durch Bleiabdeckungen geschützt, um eine unnötige Strahlenbelastung zu vermeiden. So wird beispielsweise bei einer Oberkörperaufnahme der Unterleib mit einer Bleischürze geschützt.

 

Der Patient muss während der Röntgenaufnahme jede Bewegung vermeiden, da es sonst zu Bewegungsunschärfen auf dem Röntgenbild kommt.

 

Wie entsteht ein Röntgenbild?

Die Röntgenstrahlung wird in einer Röntgenröhre erzeugt und vor Eintritt in den Körper gebündelt. Sie geht durch den Körper hindurch. Abhängig von der Dichte des durchleuchteten Gewebes schwächt dieses sie unterschiedlich stark ab. Der Anteil der Strahlung, der den Körper durchdrungen hat - also nicht aufgenommen (absorbiert) oder abgelenkt wurde -, trifft auf einen Fotofilm. Dieser färbt sich daraufhin schwarz. Je nach Dichte des untersuchten Gewebes kann man auf dem Röntgenbild dunkle bis helle Strukturen unterscheiden.

 

Strahlendurchgängiges Gewebe, zum Beispiel die Lungen, erscheinen beim herkömmlichen (konventionellen) Röntgenbild geschwärzt. Knochen stellen sich dagegen als helle, röntgendichte Gewebeschatten dar, da die Strahlen durch den Knochen stark abgeschwächt werden.

 

Welche Röntgenverfahren gibt es?

Folgende Röntgenverfahren stehen in der Medizin zur Verfügung und kommen zum Einsatz:

 

Röntgenleeraufnahme, auch Röntgennativaufnahme oder Leeraufnahme

Dazu zählen die Röntgenuntersuchungen, die ohne Röntgenkontrastmittel angefertigt werden, zum Beispiel Bilder der Knochen, des Brustkorbes (Röntgen-Thorax) oder des Bauchraumes (Abdomen-Leeraufnahme).

 

Röntgenkontrastuntersuchung

Bei dieser Untersuchungsmethode wird ein Kontrastmittel verwendet, das für Röntgenstrahlen kaum durchlässig ist. Dadurch kann man zum Beispiel Blutgefäße erkennen (Angiografie Glossar-Symbol), die auf einer Röntgenaufnahme sonst nicht sichtbar wären. Aber auch Abbildungen der Magen-Darm-Passage - durch Kontrastmittel - oder der Harnorgane sind so möglich.

 

Röntgendurchleuchtung

Im Gegensatz zur normalen Röntgenuntersuchung wird hier nicht nur ein einzelnes, statisches Bild aufgenommen, sondern eine dynamische Serie von Röntgenbildern. Oftmals wird die Methode der Durchleuchtung zur Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie), zur Platzierung von Herzschrittmacher-Sonden oder zur Lagekontrolle von Materialien zur Behandlung von Knochenbrüchen eingesetzt. Da die Strahlenbelastung bei dieser Röntgenmethode relativ hoch ist, versucht der Arzt, die Durchleuchtungszeit möglichst kurz zu halten.

 

Seite 1/2
vorherige Seite nächste Seite

Autor: Martin Eis; Dr. med. Dirk Nonhoff, erstellt am 25.10.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 08.09.11

Quelle: Loewenhardt, B.: Bildgebende Diagnostik. Loewenhardt (2. Auflage 2001); Volbeding: Röntgen in Deutschland. Ein Radiologe berichtet. Asgard Dr. Werner Hippe GmbH; Radiologische Universitätsklinik Bonn (2008): Patienteninformation Röntgenuntersuchungen. URL: http://www.meb.uni-bonn.de/radiologie/Patienteninformation/Roentgen.html (Stand 15.02.2008); Institut für Klinische Radiologie der Ludwig Maximilians Universität München (2008): Das konventionelle Röntgen. URL: http://www.radiologie-lmu.de/patienteninformationen/das-konventionelle-rontgen.html (Stand 15.02.2008); Bundesamt für Strahlenschutz (August 2005): Strahlenthemen. Röntgendiagnostik - schädlich oder nützlich? URL: http://www.bfs.de/ (Stand 19.02.2008)

 
 
 

Impressum und Hilfe