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Was sind Tumormarker?

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Mit dem Begriff Marker bezeichnet man Erkennungszeichen, die auf etwas ganz Spezielles hinweisen. Bei Tumormarkern handelt es sich um im Blut messbare Substanzen, die bei Tumorerkrankungen in erhöhter Konzentration auftreten können.

Diese Substanzen werden zum Beispiel von den Krebszellen selbst oder vom Körper als Reaktion auf den Krebs gebildet.

 

Da Tumormarker innerhalb gewisser Grenzen jedoch auch im Blut gesunder Menschen vorkommen und ihre Konzentration auch bei anderen Erkrankungen, zum Beispiel Entzündungen, ansteigen kann, ist es nicht möglich, anhand eines Tumormarkers die Diagnose einer Krebserkrankung zu stellen. Trotzdem haben diese Substanzen in der Medizin eine wichtige Bedeutung. Sie eignen sich dazu, den Verlauf und den Erfolg einer Krebstherapie zu beurteilen, auch bei der Diagnose von Rückfällen (Rezidive) können sie hilfreich sein.

 

Im Folgenden werden die Marker der häufigsten Tumorerkrankungen genannt. Die Referenzbereiche (Normal- oder Grenzwerte) können je nach Labormethode differieren und daher von Labor zu Labor schwanken.

 

AFP

AFP (Alpha-Fetoprotein) ist ein Marker für Keimzelltumoren des Hodens und der Eierstöcke sowie für Tumoren der Leber.

Normalwert: bis 8,5 Units pro Liter

 

CA 15-3

Das CA 15-3 ist ein Marker vor allem für Tumoren der weiblichen Brust. Auch bei Eierstockkrebs kann der Blutspiegel dieses Markers erhöht sein.

Normalwert: unter 28 Units pro Milliliter

 

CA 19-9

Das CA 19-9 ist ein Marker für Tumoren der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege, der Leber, des Magens und des Dickdarms.

Normalwert: unter 37 Units pro Milliliter

 

CA 125

CA 125 ist ein Marker für Tumoren der Eierstöcke, aber auch anderer Krebsformen wie Tumoren der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenwege.

Normalwert: unter 35 Units pro Milliliter

 

Calcitonin

Calcitonin ist ein Marker für bestimmte Schilddrüsentumoren, die sogenannten C-Zell-Tumoren.

Normalwert: bei Frauen bis 4,6 Pikogramm pro Milliliter, bei Männern bis 11,5 Pikogramm pro Milliliter

 

CEA

CEA ist ein vergleichsweise unspezifischer Marker, der auf Tumoren verschiedener Organe hinweisen kann, vor allem des Dickdarmes, des Magens, der Lunge und der weiblichen Brust.

Normalwert: bis zu 5 Mikrogramm pro Milliliter, bei Rauchern zum Teil höher

 

HCG

Das HCG (humanes Choriongonadotropin), das normalerweise auch während der Schwangerschaft produziert wird, dient als Marker für Tumoren der Keimzellen der Eierstöcke oder des Hodens.

Normalwert (außer bei schwangeren Frauen): unter zehn Units pro Milliliter

 

NSE (Neuronenspezifische Enolase)

Die NSE ist vor allem ein Marker für das kleinzellige Bronchialkarzinom, einen Lungenkrebsform.
Grenzwert: 12,5 Mikrogramm pro Milliliter

 

PSA

Das PSA (prostataspezifisches Antigen) ist ein Marker für Tumoren der Prostata.

Normalwert (abhängig vom Alter): bis 4,5 Nanogramm pro Milliliter

Achtung: Bei gutartigen Prostataadenomen ist das PSA ebenfalls erhöht, allerdings nur in einem gewissen Rahmen.

 

Thyreoglobulin (TG)

Thyreoglobulin ist ein Marker für eine bestimmte Form des Schilddrüsenkrebses.

Normalwert: bis 50 Nanogramm pro Milliliter

Autor: Dr. med. Holger Karrenberg; Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 08.09.11

Quelle: Braun, J.: Klinikleitfaden Innere Medizin. Urban & Fischer Verlag (2001); Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag (2004); Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (Juli 2005): Tumormarker: Krebszellen hinterlassen Spuren im Blut. URL: https://www.krebsinformationsdienst.de/; Internetauftritt Das Laborlexikon (2008). URL: http://www.laborlexikon.de

 
 
 

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