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Urodynamische Untersuchungen

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Urodynamische Untersuchungen sind Funktionsmessungen der Harnblase, bei denen ihre Fähigkeit, Harn zu lassen und zu speichern, genauer untersucht wird. Dazu stehen Methoden wie die Uroflow-, Zysto- und Sphinkterometrie zur Verfügung.

Uroflowmetrie

Diese Untersuchung wird durchgeführt, wenn Probleme beim Wasserlassen wie ein zu schwacher, unterbrochener oder träufelnder Harnstrahl oder der Verdacht darauf bestehen. Gemessen werden die Harnmenge und die zum Wasserlassen dieser Menge benötigte Zeit. Der zeitliche Verlauf des Wasserlassens lässt sich genau beurteilen und kann Hinweise auf die zugrunde liegende Störung geben.

 

Zystometrie

Mittels der Zystometrie lässt sich der Blasendruck messen. Dazu führt der Untersucher über die Harnröhre einen Katheter Glossar-Symbol in die Harnblase ein. Dann wird die Blase langsam mit Wasser gefüllt und der dadurch entstehende Druck aufgezeichnet. Nach vollständiger Füllung beginnt der Patient Wasser zu lassen. Dabei auftretende Druckschwankungen werden ebenfalls gemessen. Ein zusätzlicher Druckmesser im After des Patienten gibt Auskunft über die Druckverhältnisse im Bauchraum. So kann unterschieden werden, welcher Anteil des Harndrucks vom Blasenmuskel und welcher von der Bauchmuskulatur aufgebaut wird.

 

Sphinkterometrie

Bei dieser Untersuchung wird ein Profil der Druckverhältnisse in der Harnröhre und am Verschluss der Harnblase (Sphinkter) erstellt. Der Arzt erhält die entsprechenden Werte beim langsamen Herausziehen eines Druckmessers aus der Blase.

Autor: Jochen Niehaus; Janna Christoffers, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 09.09.11

Quelle: Hautmann, R.: Urologie. Springer (2001 und 2006); Sökeland, J.: Urologie. Thieme (12. Auflage 2002)

 
 
 

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