Fieber ist eine der häufigsten Gesundheitsstörungen während oder nach Tropenreisen. In Malariagebieten ist es immer malariaverdächtig.
Typische Erkrankungen auf Reisen wie Atemwegsinfekte und Reisedurchfälle gehen in zehn bis 20 Prozent der Fälle mit Fieber einher. Fieber tritt aber auch bei einer Reihe von Infektionskrankheiten auf, die lebensbedrohlich werden können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden Dies ist zum Beispiel bei der Malaria der Fall.
Mit Fieber in Malariagebieten immer zum Arzt
Aus diesem Grund ist Fieber in Malariagebieten zunächst immer malariaverdächtig - auch bei Einnahme vorbeugender Medikamente. Die Beschwerden können dabei einer gewöhnlichen Grippe oder fieberhaften Durchfällen ähneln.
Nehmen Sie rasch ärztliche Hilfe in Anspruch, um eine Malariadiagnostik und gegebenenfalls die notwendige Behandlung durchzuführen. Nach der Rückkehr von der Reise empfiehlt sich die Untersuchung in einem Tropeninstitut.
Auch sonst am besten zum Arzt
Bei Fieber während eines Aufenthalts in Gebieten ohne bekannte Malariagefahr kommen überwiegend behandelbare bakterielle Erkrankungen oder therapeutisch wenig beeinflussbare Viruskrankheiten in Frage. Ziehen Sie auch hier zur Klärung einen Arzt hinzu.
Flüssigkeitsverlust ausgleichen
Bei Fieber verlieren Sie viel Flüssigkeit, zum Beispiel durch Schwitzen. Gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust unbedingt aus. Wie beim Durchfall sollten Sie dazu viel trinken, und zwar häufig und in kleinen Mengen. Zum Beispiel Tee, Softdrinks, Hühnerbrühe oder eine Zucker-Salz-Lösung, die orale Rehydrationslösung. Die können Sie auch selbst herstellen: aus Orangensaft und Mineralwasser zu gleichen Teilen mit einem gestrichenen Teelöffel Zucker und einer Messerspitze Salz pro Tasse.
Fieber senken
Bei sehr hohem Fieber können Sie außer kühlenden Umschlägen auch Paracetamol einnehmen. Acetylsalicylsäure sollten Sie nicht einsetzen, da sie Blutgerinnungsstörungen verstärken kann.
Autor: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg , erstellt am 11.04.06; zuletzt aktualisiert von Sabine Hockling am 10.08.11