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Höhen- oder Bergkrankheit

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Die Höhen- oder Bergkrankheit ist für Bergsteiger das Gesundheitsrisiko Nummer eins. Wenn Sie zu schnell nach oben wollen, setzen Sie Ihren Körper, was den Sauerstoff angeht, auf Sparflamme. Denn die Luft wird in größeren Höhen dünn.

Symptome der akuten Bergkrankheit können sein: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Schlafstörungen. Ferner können Hände und Füße erheblich anschwellen. Diese Symptome treten mit einem Abstand von sechs bis zwölf Stunden nach dem Höhenaufenthalt auf. Wenn Sie nicht weiter aufsteigen, bilden sich die Symptome meist innerhalb von ein bis zwei Tagen zurück.

 

Höhenödeme können tödlich sein

Wenn Sie trotz solcher Symptome einer akuten Bergkrankheit weiter aufsteigen, können sie sich lebensbedrohlich verschlimmern. Im Gehirn und/oder in der Lungen sammelt sich Gewebsflüssigkeit, und es entsteht das sogenannte Höhenhirn- oder Höhenlungenödem.

 

Das Höhenhirnödem führt zu Verwirrtheitszuständen und einer fortschreitenden Bewusstseinsstörung, die in Koma und Tod enden kann. Beim Höhenlungenödem wird das Atmen zunehmend schwerer. Wird nicht Abhilfe geschaffen, droht der Tod durch Ersticken.

 

Therapie

Die wichtigste Behandlung ist einfach und effektiv: Ein schneller Abstieg - wenn nötig, Abtransport - um mindestens 1.000 Höhenmeter. Die Gabe von Sauerstoff kann ebenfalls hilfreich sein. Sie sollten sich in jedem Fall von einem Arzt untersuchen lassen.

 

Vorbeugen: Langsam aufsteigen

Prinzipiell vermeiden Sie die akute Bergkrankheit und das Höhenlungenödem durch die Akklimatisierung und den langsamen Aufstieg. Denn je schneller Sie aufsteigen, desto größer ist das Risiko. Die Aufstiegsgeschwindigkeit ist wesentlich wichtiger als die tatsächlich erreichte Höhe oder Ihr Trainingszustand. Als Anhaltspunkt gilt: Verschieben Sie Ihre Schlafhöhe oberhalb von 2.500 Metern pro 24 Stunden nur um jeweils maximal 400 Meter nach oben.

 

Trinken Sie viel, jedoch keinen Alkohol. Vier bis sechs Liter pro Tag helfen, das Blut flüssig zu halten, und lindern die Beschwerden der Höhenkrankheit. Rauchen Sie nicht während einer anstrengenden Bergtour.

 

Medikamentöse Vorbeugung

Traten bei Ihnen bereits in der Vergangenheit trotz eines langsamen Aufstiegs Anzeichen einer akuten Bergkrankheit auf oder planen Sie erstmalig einen raschen Aufstieg auf über 4.000 Meter - zum Beispiel ein Flug nach La Paz? Dann können Sie medikamentöse Vorbeugungsmaßnahmen treffen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt im Vorfeld Ihrer Reise darüber. Eine medikamentöse Prophylaxe darf Sie aber nie dazu verleiten, schneller aufzusteigen!

 

Autor: TK, erstellt am 19.04.06; zuletzt aktualisiert von Sabine Hockling am 19.08.11

 
 
 

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