Ob in die Alpen, auf Kreuzfahrt oder nach Asien - so bleibt Ihr Gesundheitsrisiko auf Reisen gering, auch wenn Sie schon älter sind.
Sprechen Sie Ihre Reisepläne am besten mit Ihrem Arzt ab. Das ist besonders wichtig, wenn Sie an einer chronischen Krankheit leiden oder in anderer Weise gesundheitlich beeinträchtigt sind. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt zum Beispiel über
- die Art des Verkehrsmittels,
- besondere Anstrengungen,
- Verfügbarkeit von Medikamenten,
- notwendige Impfungen,
- medizinische Hilfe im Reiseland.
Informieren Sie ihn auch über aktuelle Beschwerden und lassen Sie sich direkt ärztlich untersuchen.
Rechtzeitig impfen lassen
Mit zunehmendem Lebensalter kann die Bildung schützender Antikörper vermindert sein beziehungsweise langsamer ablaufen. Planen Sie deshalb für notwendige und empfohlene Impfungen einen längeren zeitlichen Vorlauf ein. Bevor Sie auf Reisen gehen, denken Sie auch an die in Deutschland empfohlenen Impfungen gegen Influenza und Lungenentzündung.
Risiken kennen und berücksichtigen
Wer seine Risiken kennt, kann sich auch darauf einstellen. Zunehmendes Alter bedeutet leider oft auch ein paar gesundheitliche Einschränkungen. Körperliche Funktionen lassen nach und der Erholungsbedarf steigt.
Die Sehschärfe und das Hörvermögen nehmen ab.
Muskeln bilden sich zurück und die Knochenstabilität nimmt ab. Die Folge ist ein erhöhtes Unfallrisiko.
Die Hautelastizität nimmt ab und führt zu einer höheren Verletzlichkeit. Auch ist die Haut anfälliger für Infektionen.
Falls die Lunge und das Herz-Kreislauf-System nur eingeschränkt funktionieren, kann sich das besonders im tropischen Klima verschlechtern.
Die Körpertemperatur reguliert sich nicht mehr so schnell. Das kann zu Hitzeschäden oder Unterkühlung führen.
Viele ältere Menschen trinken zu wenig. Achten Sie deshalb auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Nutzen Sie bei Bedarf medizinisch betreute Reiseangebote. Generell gilt: Lassen Sie sich genug Zeit zur Eingewöhnung am Reiseort. Gehen Sie die Reise in Ruhe an und nehmen Sie sich nicht zu viel vor.
Autor: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg , erstellt am 13.04.06; zuletzt aktualisiert am 23.08.11