Symposium zur Kosten-Nutzen-Bewertung
Am 17. Juni 2008 referierten und diskutierten im Haus der Kaiserin-Friedrich-Stiftung in Berlin internationale und nationale Referenten zur Thematik Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln.
Die Bewertung von Arzneimitteln hat durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) einen neuen Stellenwert erhalten. Zukünftig werden nicht nur die Kosten von Arzneimitteln, sondern auch der Nutzen bewertet, um eine leistungsrechtliche Entscheidung innerhalb des GKV-Systems zu fällen. Mit der Bewertung wurde das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) durch den Gesetzgeber beauftragt. Für die Bewertung bedarf es zukünftig neben bisher angewandten Analysen auch Kosten-Nutzen-Analysen. Daher wird in der breiten Fachöffentlichkeit eine sehr kontroverse Diskussion darüber geführt, nach welchen Maßstäben eine solche Bewertung durchgeführt werden kann und soll.
Themen und Diskussionspunkte
Auf dem Symposium standen die Themenblöcke Methodik und Datenlage sowie Ethik, Finanzierung und Patiententeilhabe im Vordergrund.
- Wie ist die Datenlage in Deutschland?
- Was sind Bedarf und Realität der Datenlage?
- Welche Möglichkeiten bestehen zur Verbesserung der Datenlage?
- Kosten-Nutzen-Bewertung - Ein Weg von der Rationalisierung zur Rationierung?
- Kann die Kosten-Nutzen-Bewertung einen Beitrag zur Beitragsstabilität der GKV leisten?
- Gibt es Möglichkeiten zur Bereinigung des Leistungskataloges?
- Abwägung von Pro und Contra patientenrelevanter Endpunkte
- Status Quo und Trends bei der Ermittlung QALYs
Patiententeilhabe außerhalb Deutschlands
Referenten
| Vortragsreferenten | Referenten der Podiumsdiskussion |
|---|---|
| Dr. Hildegard Bossmann, Deutsche Agentur für Health Technology Assessment | Wulff-Erik von Borcke, Abbott |
| Prof. Dr. Matthias Augustin, Universitätsklinikum Eppendorf | Dr. Stephan Etgeton, Verbraucherzentrale Bundesverband |
| Prof. Dr. John E. Brazier, University of Sheffield | Dr. Hans Georg Faust , MdB |
| Dr. Eva Susanne Dietrich, WINEG | Dr. Leonhard Hansen, KV Nordrhein |
| Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) | Dr. Rainer Hess, G-BA |
| PD Dr. med. Matthias Perleth, G-BA | Dr. Eike Hovermann, MdB |
| Dr. Dr. Daniel Strech, Eberhard-Karls-Universität Tübingen | Dr. Peter Kolominsky-Rabas, IQWIG |
| Günter Danner, Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung | Dr. Konrad Schily, MdB |
Veranstalter und Moderation
Veranstalter der Konferenz waren: WINEG, AG Zukunft des Gesundheitswesens, bsd Berufsverband der Sozialversicherungsärzte Deutschlands e. V., Abbott GmbH & Co KG, Techniker Krankenkasse.
Moderation: Wolfgang van den Berg, Chefredakteur der ÄRZTE ZEITUNG
Publikation:
Zu dem Symposium ist eine Sonderausgabe der "Gesellschaftspolitischen Kommentare" erschienen: Kosten-Nutzen-Bewertung, Gesellschaftspolitische Kommentare, gpk November 2008, Sonderausgabe, Nr. 3/08. Inhaltsverzeichnis ![]()
Downloads:
Vorträge:
Prof. Dr. Matthias Augustin, Universitätsklinikum Eppendorf
Patientenrelevante Endpunkte nach SGB V - Pro und Kontra (PDF, 2,0 MB, nicht barrierefrei)

Dr. Hildegard Bossmann
Health Technology Assessment im DIMDI (PDF, 845 KB, nicht barrierefrei)

Prof. Dr. John E. Brazier, University of Sheffield
Status quo und Trends bei der Ermittlung von QALYs (PDF, 703 KB, nicht barrierefrei)

Günter Danner, Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung
Dr. Eva Susanne Dietrich, WINEG
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
Kostenzuwächse bei neuen Wirkstoffen am Beispiel der Onkologie: (PDF, 1,6 MB, nicht barrierefrei)

Welche Ergebnisse benötigen wir zu patientenrelevanten Endpunkten aus klinischen Studien? (PDF, 1,6 MB, nicht barrierefrei)
PD Dr. med. Matthias Perleth, G-BA
Möglichkeiten zur Verbesserung der Datenlage (PDF, 146 KB, nicht barrierefrei)

Dr. Dr. Daniel Strech, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
erstellt am 26.06.08; zuletzt aktualisiert am 13.02.09
Quelle: WINEG