Krankenversicherungsfreiheit

Arbeitnehmer, deren regelmäßiges Arbeitsentgelt höher ist als die Versicherungspflichtgrenze, können sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet. Man sagt daher: Diese Arbeitnehmer sind krankenversicherungsfrei.

Wer krankenversicherungsfrei ist, kann zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung wählen. Egal wofür er sich entschieden hat: Der Arbeitgeberbeitrag fällt auch für den krankenversicherungsfreien Beschäftigten an. In diesem Fall nennt man ihn meist "Beitragszuschuss".

 

Wann ist Ihr Beschäftigter krankenversicherungsfrei?

Ihr Beschäftigter ist krankenversicherungsfrei, wenn

  • sein regelmäßiges jährliches Arbeitsentgelt im laufenden Kalenderjahr über der Krankenversicherungspflichtgrenze liegt und
  • es voraussichtlich auch im kommenden Kalenderjahr über der Grenze liegt.

Ob Ihr Beschäftigter im In- oder Ausland und bei Ihnen oder bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt war, ist dabei unerheblich. Es ist auch egal, ob er Beamter war. Maßgeblich ist allein das Jahresarbeitsentgelt, das er erhalten hat.

 

Ausnahmen

Versicherungsfrei sind auch Beschäftigte, die von der Versicherungspflicht ausgeschlossen sind oder sich davon haben befreien lassen.

 

Krankenversicherungsfreiheit prüfen

Ob ein Beschäftigter krankenversicherungsfrei ist oder nicht, prüfen Sie anhand des Entgelts zu folgenden Zeitpunkten:

  • beim Eintritt eines neuen Mitarbeiters, der zuvor schon beschäftigt war;
  • zum Jahreswechsel, wenn ein Mitarbeiter in den vergangenen Jahren mehr Entgelt als die Krankenversicherungspflichtgrenze erhalten hat.

Besonderheiten

Bei der Prüfung müssen Sie eine Reihe von Besonderheiten berücksichtigen. Zum Beispiel eine besondere Versicherungspflichtgrenze für langjährig privat Krankenversicherte. Auch bei der Berechnung des regelmäßigen Arbeitsentgelts müssen Sie einiges beachten. Auf den folgenden Seiten stellen wir für Sie die nötigen Informationen bereit.