Die Sozialwahl im Blickpunkt

Die Sozialwahl war das zentrale Thema der Frühjahrstagung des Verwaltungsrats in Dresden-Radebeul.

 

Rund 48 Millionen Krankenkassenmitglieder und Rentenversicherte werden ab dem 12. April aufgerufen, bei der Sozialwahl per Briefwahl bis zum Stichtag am 1. Juni ihre Selbstverwaltung - die "Parlamente" ihrer Versicherungen - zu wählen. Allein bei der TK sind etwa 5,4 Millionen Mitglieder wahlberechtigt. Deshalb stand dieses Thema auch bei der jüngsten Sitzung des TKVerwaltungsrats in Dresden-Radebeul einmal mehr im Blickpunkt des Geschehens.

 

"Die Menschen können in diesem Jahr somit nicht nur sieben Länderparlamente neu bestimmen, sondern auch die Parlamente der Sozialversicherungen", konstatierte Dr. Hans-Heinrich Gerth vor dem Plenum. Der alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrats betonte dabei, wie wichtig das Wissen der Wählerschaft darüber sei, dass die Verwaltungsräte der Kassen alle wesentlichen strategischen Entscheidungen in ihren Unternehmen treffen. "Sie wählen den hauptamtlichen Vorstand, entscheiden über Fusionen, die Haushalte der Kassen und über Satzungsleistungen, die über den gesetzlichen Katalog hinausgehen. Und die Verwaltungsräte bestimmen auch über den Zusatzbeitrag, den Kassen erheben können, falls sie mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen", erläuterte Dr. Gerth gegenüber den zahlreichen Zuschauern bei der öffentlichen Sitzung.

 

Deshalb haben die Mitglieder bei der Sozialwahl die Möglichkeit, ganz konkret über den Kurs ihrer Kasse mitzubestimmen und sollten von ihrem Stimmrecht auch Gebrauch machen. Den pünktlich zu jeder Sozialwahl wieder bemühten alten Argumenten der Kritiker, dass die Arbeit der Verwaltungsräte nicht transparent sei und dass die Sozialwahl zu viel Geld koste, begegnete Dr. Gerth. So seien die Sitzungen des Verwaltungsrats öffentlich. Die Ergebnisse der Arbeit würden sowohl im Mitgliedermagazin als auch im Internet veröffentlicht, so dass sich jeder über die Arbeit der Selbstverwaltung informieren könne. Und die Kosten für die alle sechs Jahre stattfindenden Sozialwahlen lägen pro Mitglied gerade einmal im Cent-Bereich.

 

"Die Menschen in unserem Land wollen mitbestimmen. Und die Sozialwahl sowie die Gremien der Selbstverwaltung geben ihnen im Bereich der Sozialversicherung die Möglichkeit dazu", sagte der Vorsitzende.

 

Deshalb sollten Sie wählen

  • Der Verwaltungsrat bestimmt alle wesentlichen strategischen Entscheidungen im Unternehmen mit.
  • Der Verwaltungsrat setzt gesundheitspolitische Akzente und spricht sich für Wettbewerb im Gesundheitssystem aus: In diesem System muss Mut belohnt werden. Das System muss stetes Vorwärtsstreben und Pioniergeist unterstützen und Anreize setzen, in neue Wege zu investieren.
  • Der Verwaltungsrat nutzt innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen stets individuelle Spielräume für eine bessere Versorgung der Versicherten. Dabei geht es immer um Angebote, die Menschen im unmittelbaren Lebensumfeld tatsächlich erreichen.
  • So hat der Verwaltungsrat sich zum Beispiel erfolgreich für die TK-Leistung Akupunktur engagiert, an der Kostenübernahme für die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs von jungen Frauen ab dem Alter von 12 bis 26 Jahren mitgewirkt. Weiter hat der Verwaltungsrat entschieden, dass die TK bei privaten Reisen ins Ausland die empfohlenen Reiseschutzimpfungen bezahlt.