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TK baut Leistungen weiter aus

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Der Verwaltungsrat ergänzt das Angebot zu alternativen Heilmethoden und verabschiedet den TK-Haushaltsplan für 2012.

Mehr Leistung der TK für ihre Versicherten, das war der erste zentrale Punkt bei der Wintertagung des TK-Verwaltungsrates in Hamburg. Dieter F. Märtens, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates, betonte bei seinen Ausführungen zur Gesundheitspolitik, dass die TK auch weiterhin alle gesetzlichen Spielräume dafür nutzen werde. Diese Möglichkeit bekommen die Kassen zum Beispiel durch das Versorgungsstrukturgesetz, das Anfang 2012 in Kraft treten wird. "Es ist ausdrücklich zu begrüßen, wenn die Gremien der Selbstverwaltung mehr Freiheiten erhalten, Versorgung zu gestalten", sagte der Vorsitzende.

 

Neue TK-Leistung

Die TK hat diesen Spielraum genutzt. Der TK-Verwaltungsrat hat eine neue Leistung zu den alternativen Heilmethoden beschlossen. So übernimmt die TK als erste Krankenkasse ab 2012 die Kosten für nicht verschreibungspflichtige aber apothekenpflichtige Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen Anthroposophie, Homöopathie und Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Nicht Bestandteil sind die Arzneimittel, die bereits gesetzliche Leistung sind (zum Beispiel für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr), oder die durch Gesetz oder Arzneimittelrichtlinien ausgeschlossen sind (zum Beispiel Appetitzügler oder Haarwuchsmittel).

 

Die Erstattung erfolgt gegen Vorlage des durch einen Arzt ausgestellten Privatrezeptes oder grünen Rezeptes und der Originalrechnung der Apotheke. "Der Versicherte bezahlt sein Medikament und bekommt das Geld dann von der TK zurück. Die TK übernimmt die Kosten bis zu einem Höchstbetrag von 100 Euro pro Versicherten im Kalenderjahr", beschrieb Helmut Fitzke, alternierender Vorsitzender des Sozialpolitischen Ausschusses, dem Plenum.

 

Kein Zusatzbeitrag 2012

Die TK wird auch 2012 keinen Zusatzbeitrag erheben. Das hat der TK-Verwaltungsrat im Zuge der Haushaltsberatungen beschlossen. Details zum Haushalt der TK für das neue Jahr erläuterte Walter Winkler, alternierender Vorsitzender des Finanzausschusses, dem Parlament. Neben der positiven Einnahmesituation des Gesundheitsfonds - aufgrund der stabilen Entwicklung der Konjunktur - wirken in diesem Jahr gesetzliche Maßnahmen zur Kostendämpfung.

 

Für 2012 geht der GKV-Schätzerkreis davon aus, dass die Ausgaben der Krankenkassen durch Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds im Durchschnitt vollständig gedeckt werden können. "Für die Einführung des Versorgungsstrukturgesetzes geht der Gesetzgeber für 2012 von keinen nennenswerten Mehrausgaben aus. Allerdings bleibt die tatsächliche GKV-weite Wirkung jedoch abzuwarten und ist kritisch zu begleiten", beschrieb Winkler. Der Haushaltsplan der TK-Krankenversicherung sieht für 2012 einen Etat von rund 17,6 Milliarden Euro vor. Der größte Haushaltsposten in den Leistungsausgaben ist der Kliniksektor mit 4,9 Milliarden Euro, gefolgt von den niedergelassenen Ärzten (3,1 Milliarden Euro) und den Arzneimitteln (2,8 Milliarden Euro).

 

TK-Pflegeversicherung

Der Vorsitzende ging auch auf das Haushaltsvolumen der TK-Pflegeversicherung 2012 ein. Es umfasst rund 2,8 Milliarden Euro. Für Pflegeleistungen werden rund 0,8 Milliarden Euro aufgewandt. Mit rund 1,8 Milliarden Euro geht der größte Teil an den Ausgleichfonds. Aus diesem Fonds werden Pflegekassen unterstützt, deren Ausgaben die Einnahmen überschreiten.

erstellt am 21.12.11

Quelle: TK

 
 
 

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