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Schwangerschaft & Kinder

 
 
 
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Aufgabe der Schwangerschaftsvorsorge ist es, Gefährdungen und Behinderungen des Ungeborenen so früh wie möglich zu entdecken. Weil zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung nur begrenzt zuverlässig ist, bieten viele Ärzte weitere Untersuchungen an, darunter den so genannten Triple-Test. Dieser Test ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.

Bislang gibt es keine zuverlässigen Studien, die eine sichere Bewertung des Tests erlauben. Aus den zur Verfügung stehenden, lückenhaften Daten lässt sich aber ableiten, dass er mehr Schwangeren schadet als nutzt.

 

Worum geht es?

Der Triple-Test soll verschiedene Chromosomenstörungen erkennen, vor allem, ob ein Ungeborenes eine Trisomie 21 aufweist, die Ursache des Down-Syndroms. Dieser genetische Fehler ist selten, wird aber mit zunehmendem Alter der Mutter häufiger. In Deutschland gilt die Trisomie 21 rechtlich als medizinische Indikation Glossar-Symbol für einen Schwangerschaftsabbruch. Schwangeren ab 35 Jahren wird deshalb meist in der 16. bis 18. Schwangerschaftswoche eine Fruchtwasseruntersuchung im Rahmen des gesetzlichen Vorsorgeprogramms angeboten, um genetische Veränderungen festzustellen. In diesem Alter der Schwangeren tritt bei einem von 350 Kindern eine Trisomie 21 auf.


Als Hauptargument für den Triple-Test wird genannt, dass er bei der Entscheidung für oder gegen eine Fruchtwasseruntersuchung helfen könnte. Diese so genannte Amniozentese Glossar-Symbol möchte man so oft es geht vermeiden, weil sie nicht ohne Risken ist: Bei einer von 100 bis 150 Fruchtwasseruntersuchungen kommt es zur Fehlgeburt eines gesunden Kindes.

 

Autor: MDS, Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V., erstellt am 01.06.03; zuletzt aktualisiert am 19.08.11

Quelle: HTA, DARE, NHS EED, Cochrane Library, CMA Infobase, Current Contents Connect, Aidsline, Bioethicsline, Cancerlit, Euroethics, GEROLIT, Healthstar, MEDIKAT, MEDLINE, Oldmedline, Embase, Russmed Articles, TOXLINE, ZEBET, Medline Alert, Kluwer- und Springer-Verlagsdatenbanken für Volltexte. Ergänzende Recherchen erstreckten sich auf einschlägige Internetseiten internationaler Gesundheitsbehörden. Wesentliche Evidenzgrundlage bilden fünf HTA-Berichte bzw. evidenzbasierte systematische Übersichtsarbeiten aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Kanada und den USA.

 
 
 

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