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Die Richtlinien des Gemeinsamer Bundesausschuss über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) sehen im Verlauf der Schwangerschaft drei Ultraschalluntersuchungen als routinemäßige Vorsorgemaßnahme vor.

Diese Leistung wird von den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernommen. Darüber hinaus enthalten die Richtlinien Vorgaben für weiterführende Untersuchungen bei gestörtem Schwangerschaftsverlauf.


Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen auf Wunsch der Schwangeren bei einer klinisch unauffällig verlaufenden Schwangerschaft gehören zu den "Individuellen Gesundheitsleistungen" (IGeL). Sie umfassen ärztliche Tätigkeiten, die außerhalb der GKV erbracht werden. Diese Leistungen müssen privat abgerechnet werden. Es wird behauptet, dass diese zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen vorteilhaft für den Schwangerschaftsverlauf sein können.

 

Der vorliegende Text informiert Sie über den Sinn zusätzlicher Ultraschalluntersuchungen bei normal verlaufenden Schwangerschaften.

 

Ultraschall als Vorsorgeuntersuchung

Es besteht kein Zweifel, dass Ultraschalluntersuchungen zur Klärung von spezifischen Problemen während der Schwangerschaft von großem Nutzen sind. Hierzu zählen etwa unklare vaginale Blutungen, unklarer Unterbauchschmerz, insbesondere bei Verdacht auf eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft. Davon zu unterscheiden ist die routinemäßige Überwachung aller Schwangeren, also auch derer, bei denen keine Auffälligkeiten in der Schwangerschaft vorliegen.

 

Autor: MDS, Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V., erstellt am 01.12.08; zuletzt aktualisiert am 19.08.11

Quelle: HTA, DARE, NHS EED, Cochrane Library, deutsche, amerikanische und schottische Leitlinien, CMA Infobase, Current Contents Connect, Aidsline, Bioethicsline, Cancerlit, Euroethics, GEROLIT, Healthstar, MEDIKAT, MEDLINE, Oldmedline, Russmed Articles, TOXLINE, ZEBET, Medline Alert, Kluwer-Verlagsdatenbank für Volltexte und Springer-Verlagsdatenbank (Recherche August 2001).
Es wurden insgesamt 134 Publikationen zu dem Thema herangezogen, u.a.: Neilson JP. Ultrasound for fetal assessment in early pregnancy. Cochrane Database of Systematic Reviews 2001. Update in Vorbereitung. Bricker L, Neilson JP. Routine ultrasound in late pregnancy (after 24 weeks gestation). Cochrane Database of Systematic Reviews 2008. Bucher HC, Schmidt JG. Does routine ultrasound scanning improve outcome in pregnancy? Meta-analysis of various outcome measures. Br Med J 1993;307:13-7. Bricker L, Garcia J, Henderson J, Mugford M, Neilson J, Roberts T, Martin MA. Ultrasound screening in pregnancy: a systematic review of the clinical effectiveness, cost-effectiveness and women’s views. Health Technology Assessment 2000;4:16. Woolf SH. The accuracy and effectiveness of routine population screening with mammography, prostate-specific antigen, and prenatal ultrasound: a
review of published scientific evidence. Int J Technol Assess Health Care 2001;17:275-304.

 
 
 

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