Der sogenannte Wehenschreiber, das Kardiotokogramm (CTG), dient der Überwachung der kindlichen Herztöne.
Bei Verdacht auf Komplikationen wie vorzeitige Wehentätigkeit oder Blutungen wird es vor der Geburt routinemäßig eingesetzt. Um den errechneten Termin wird das Ungeborene dann durch regelmäßige CTG-Untersuchungen überwacht.
Wie funktioniert das CTG?
Die Schwangere bekommt einen Gurt um den Bauch gelegt, an dem zwei Messfühler angebracht sind. Der eine registriert die kindlichen Herztöne und der andere zeichnet die Wehentätigkeit auf. Moderne Geräte vermerken zudem die Kindsbewegungen. So kann der Zustand des Kindes noch besser überwacht werden.
Normalerweise schlägt das kindliche Herz 110 bis 160 Mal pro Minute. Die Höhe der Wehenkurve beziehungsweise die Zahl auf dem Wehenschreiber sagt allerdings nichts über die Stärke einer Wehe aus.
Mithilfe des CTGs wird das Kind während der gesamten Geburt überwacht. Solange der Herztonverlauf in Ordnung ist, kann man davon ausgehen, dass es dem Kind gut geht.
Zeigen sich jedoch Auffälligkeiten im CTG, führt der Arzt zusätzliche Untersuchungen durch, um sich ein Bild vom Wohlbefinden des Ungeborenen zu machen. Eine solche Zusatzuntersuchung ist die Mikroblutuntersuchung, bei der vom kindlichen Kopf wenige Blutstropfen entnommen und analysiert werden. Zeigt sich dabei, dass das Kind unter Stress steht, muss die Geburt unter Umständen frühzeitig mit Kaiserschnitt oder Saugglocke beendet werden.
Ausgeprägte, lang dauernde Herztonabfälle machen häufig ein sofortiges Eingreifen erforderlich. In manchen Fällen kann es auch schon vor Beginn der Geburt notwendig sein, die kindlichen Herztöne mit dem CTG zu überwachen. Das gilt zum Beispiel bei Risikoschwangerschaften, vorzeitiger Wehentätigkeit, Blutungen, abnehmenden Kindsbewegungen oder mütterlichen Infektionen.
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Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 23.08.11
Quelle: TK-Ärztezentrum

