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Schwangerschaft & Kinder

 
 
 
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Neben einem ausführlichen Gespräch, der sogenannten Anamneseerhebung bei der Erstuntersuchung sowie kürzeren Gesprächen bei jedem Kontrollbesuch sollten folgende Untersuchungen vorgenommen werden:

 

  • Vaginale Untersuchung: Beurteilung des Gebärmutterhalses und des Muttermundes, Zellabstrich im Rahmen der Krebsfrüherkennung, bei Bedarf Untersuchung der Scheidenflora.
  • Chlamydien-Abstrich Glossar-Symbol: Es erfolgt ein Nachweis von Chlamydia trachomatis-Antigen aus dem Gebärmutterhals (Zervix). Chlamydien können einen vorzeitigen Blasensprung verursachen und während der Geburt das Neugeborene infizieren. Besonders gefürchtet ist eine Infektion der Augen. Daher muss eine Infektion mit Chlamydien während der Schwangerschaft behandelt werden.
  • Tastuntersuchung des Bauches: Hierbei gewinnt der Arzt Informationen über Größe und Lage des Kindes (ab der 28. SSW) sowie den Fundusstand, den obersten Rand der Gebärmutter.
  • Kontrolle des Körpergewichts: Eine schnelle Gewichtszunahme kann auf eine vermehrte Flüssigkeitseinlagerung ins Gewebe (Ödeme) zurückzuführen sein.
  • Blutdruckmessung: Ein ständig erhöhter Blutdruck kann für den weiteren Schwangerschaftsverlauf problematisch werden (Gestose) und muss unter Umständen behandelt werden.
  • Messung des pH-Werts (Säuregrad): Diese Messung und bei Bedarf die mikroskopische Untersuchung der Vaginalflora dienen zur Abklärung von Pilzerkrankungen. Beides sind keine Kassenleistungen.
  • Untersuchung der Arme und Beine: Dabei sucht der Arzt nach eventuell vorhandenen Ödemen. Gering ausgeprägte Flüssigkeitseinlagerungen sind harmlos und verschwinden meist nach der Geburt. Ist zusätzlich auch der Blutdruck erhöht und werden im Urin Eiweißstoffe ausgeschieden, ist das jedoch ein Alarmsignal, das auf eine ernste Schwangerschaftskomplikation (Präeklampsie oder Gestose) hinweist.
  • Varizen (Krampfadern): Ausgeprägte Krampfadern können eine Thrombose(Blutgerinnsel im Blutgefäß) verursachen.
  • Untersuchung des Urins: Damit soll abgeklärt werden, ob eine Nierenschädigung (Gestose), Zuckerkrankheit (Diabetes) oder eine Infektion vorliegt. Der Test erfolgt auf Eiweiße, Zucker, Nitrit, Blut und Entzündungszeichen.
  • Kontrolle von Blutwerten: Das Blutbild Glossar-Symbol, der Eisenwert und der Hämoglobingehalt werden bestimmt, um eine Blutarmut oder eine Infektion nachzuweisen.

Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 09.08.11

Quelle: TK-Ärztezentrum

 
 
 

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