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Web-Tracking-Verfahren

 

Einsatz von Web-Tracking-Verfahren zur Online-basierten Gesundheitsinformationen

02. Oktober 2009, Heidelberg

 

Referent: Hardy Müller

 

Einleitung

Patienteninformation, -beratung und -schulung bilden kritische Erfolgsfaktoren bei der Realisierung einer angemessenen gesundheitlichen Versorgung. Nachdem weitgehender Konsens über die Kriterien der Entwicklung wissenschaftsbasierter Patienteninformationen besteht, stellt sich vermehrt die Frage nach der Prozess- und Ergebnisqualität der unterbreiteten Information. Zur validen Erfassung werden praktikable Verfahren benötigt. In dem hier vorgestellten Projekt werden die ursprünglich im Marketing entwickelten und etablierten Verfahren des Web-Trackings zur Evaluation online-gestützter gesundheitsbezogener Informationen weiterentwickelt und eingesetzt.

 

Methode

Mit dem Verfahren des Web-Tracking („Webanalyse“) wird das Nutzerverhalten beim Surfen durch die Online-Angebote registriert. Erhoben und analysiert werden etwa die Besuchsdauer, das Klickverhalten oder die Anzahl von Personen, die den Informationsprozess beginnen aber vorzeitig beenden. Mit Trichter- und Navigationsberichten werden Informations-Hindernisse beschrieben. Die Nutzerverhaltens-Analyse dient der Prozess bzw. Content-Optimierung. Mit dieser Erfassung von anonymen Nutzerverhaltensdaten wird die Prozess-Qualität der Patienten-Information deutlich.

 

Ergebnisse

Am Beispiel der Evaluation einer evidenzbasierten Patienteninformation zur Primärprävention des Diabetes* wird über die Ergebnisse der Pilotierung einer Online-Nutzer Verhaltensanalyse zur Erhebung der Prozess-Qualität berichtet.

 

Diskussion

Webbasierte Systeme sind kaum geeignet, für die Bevölkerung repräsentative Ergebnisse zu erzielen. Mögliche Vorteile liegen in neuen Möglichkeiten der Evaluation und möglicherweise in einer hohen Kosteneffizienz der eingesetzten Methode. Fraglich ist ob Internet-basierte Umfragen abweichende Teilnahmequoten und geringere Bereitschaft zur Eingabe von persönlichen, gesundheitsbezogenen Daten gegenüber herkömmlichen Umfragen produzieren. Eine weitere Frage ist, ob neue Verfahren mit Hilfe des Web-Trackings geeignet sind den Informationsaufnahmeprozess abzubilden und damit die Evaluation der Patienteninformation weiter zu fundieren.

 

Schlussfolgerungen

Die entwickelten Verfahren werden nach erfolgreicher Pilotierung in einer randomisiert-kontrollierten Studie zur Evaluation einer evidenzbasierten Information zum Thema Blutzuckertest und Primärprävention des Typ 2-Diabetes eingesetzt. Die Datenerhebung hierfür ist bis Ende Februar 2010 geplant.


*Projektträger: DDZ; Förderung durch das BMBF

 

Downloads:

Präsentation des Vortrags (PDF, 746 KB, nicht barrierefrei) Datei-Symbol

Abstract (PDF, 38 KB, nicht barrierefrei) Datei-Symbol

erstellt am 19.10.09

 
 
 

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