DMP: Erfahrungen der TK
10 Jahre DMP Disease Management Programme, Fachkongress von Monitor Versorgungsforschung in Kooperation mit dem Bundesversicherungsamt BVA
Berlin, 19. September 2011
Referent: Prof. Dr. Roland Linder
Für DMP wurden 2009 ca. 1,1 Milliarden Euro aufgewendet, hauptsächlich für das DMP "Diabetes mellitus Typ 2". In früheren Evaluationen wurden patienten- und arztseitige Selektionseffekte zu wenig berücksichtigt. Mit innovativer Methodik hat das WINEG eine Nutzenbewertung des DMP "T2DM" vorgenommen.
Ausgewertet wurden Routinedaten der Techniker Krankenkasse aus den Jahren 2006 - 2008. Ausgehend von einem Propensity Score Interval Matching wurde ein ausgefeiltes Kontrollgruppendesign entwickelt und angewendet. Im Ergebnis zeigten sich hinsichtlich der Inzidenz relevanter Komorbiditäten keine deutlichen Unterschiede zwischen den DMP-Teilnehmern und der Kontrollgruppe, Kosteneinsparungen waren nicht erkennbar.
Angesichts der noch immer ungeklärten Studienlage und der immensen Programmkosten fordert die TK die bestmögliche Evidenz zur Nutzenbewertung von DMP. Diese ist durch eine kassenübergreifende Evaluation von GKV-Routinedaten vorstellbar, erfolgt idealerweise jedoch durch einen RCT.
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