Klinikpfade und Patientensicherheit - die Sicht der Kostenträger
Vierter Workshop Klinikpfade - Prozessmanagement in der perioperativen Medizin - Behandlungs-Qualität und Patientensicherheit
Klinikum Frankfurt Höchst GmbH, Chirurgische Klinik
Universitätsmedizin Mannheim, Chirurgische Klinik
Mannheim, 9. Juni 2011
Referent: Hardy Müller
Evidenzbasierte Medizin, Leitlinienorientierte Behandlung, Klinikpfade - Schlagworte, mit denen große Erwartungen zur Optimierung der Versorgung aber zum Teil auch Befürchtungen verbunden sind. Eingangs wird das allgemeine Verständnis dieser Konzepte auf Seiten der Kostenträger über Grundlagen und Ziele dieser Konzepte vorgestellt.
An der Notwendigkeit von Leitlinien und Klinikpfaden besteht kein Zweifel. Längst haben sich qualitative Anforderungen an Leitlinien etabliert. Es ist zu fordern, dass sich die Autoren diesen Anforderungen stellen und die Kriterien erfüllt werden.
Es ist oft noch nicht klar, welche Verbreitung, Wirkung und nicht zuletzt welcher Nutzen die Anwendung von Klinikpfaden entfaltet. In der Wirkungsforschung von Leitlinien und Klinikpfaden ist ein prominentes Feld der Versorgungsforschung zu sehen.
Die Anwendung von Klinikpfaden dient auch zur Vermeidung von Behandlungsfehlern und zum Ausbau der Behandlungsqualität. Eine Krankenhausbefragung zur Umsetzung des klinischen Risikomanagements in Deutschland zeigt, dass die Krankenhäuser intern das Thema Patientensicherheit unter der Überschrift Qualitätsmanagement behandeln.
Zur Erreichung dieser Ziele bietet sich extern die Beteiligung am Aktionsbündnis für Patientensicherheit e.V. (APS) an. "Der Verein verfolgt mit der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung von Methoden zur Verbesserung der Patientensicherheit und zum Aufbau des Risikomanagements in der Gesundheitsversorgung insgesamt ideelle, insbesondere wissenschaftliche, forscherische, fördernde und ideelle Zwecke" (aus der Vereins-Satzung). Das APS und die Beteiligungsmöglichkeiten werden vorgestellt.
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