56. Jahrestagung der GMDS und 6. Jahrestagung der DGEpi 2011
Auf der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) und der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi) war das WINEG mit drei Vorträgen vertreten.
Mainz, 26. bis 29. September 2011
Horenkamp-Sonntag D., Ahrens S., Müller H., Verheyen F.
Ärztliche Beratung zur Krebsfrüherkennung: Häufigkeit und Veränderung der Patientenbeteiligung nach Einführung finanzieller Anreize
Referent: Dirk Horenkamp-Sonntag
Inwiefern im Rahmen der Gesundheitsreform 2007 eingeführte finanzielle Anreize für Versicherte mit einer vermehrten Inanspruchnahme der Krebsfrüherkennungsberatung korrelieren, hat das WINEG exemplarisch für die Indikation Colon-CA mit GKV-Routinedaten analysiert. Dabei wurde detailliert auf das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen in Bezug auf Krebsfrüherkennung eingegangen.
Klein S., Schmidt T., Linder R., Häussler B.
Osteoporose in Deutschland – Epidemiologie und Versorgung
Frakturen als Komplikation der Osteoporose sind häufig, obwohl sie durch eine in vielen Fällen adäquate Behandlung vermeidbar sind. Frakturen beinträchtigen die Lebensqualität stark und gehen mit hohen Kosten einher. Es werden Prävalenz, Inanspruchnahme von Diagnostik und Therapie sowie die damit einhergehenden Kosten untersucht.
Wewering P., Linder R.
Benchmarking von Propensity Score basierten Matchingalgorithmen
Referent: Philipp Wewering
In der Versorgungsforschung ist die Durchführung von randomisierten, kontrollierten Studien häufig nicht möglich. Eine alternative Methodik zur Generierung einer Kontrollgruppe ist das Propensity Score Matching. In dem Vortrag werden unterschiedliche Matchingverfahren vorgestellt und deren Güte untersucht.
Wiese P., Müller H.
Versorgungsforschung - Notwendigkeit und Zielsetzung der Versorgungsforschung aus Sicht der gesetzlichen Krankenversicherung
Referent: Hardy Müller, Petra Wiese
Die Gesundheitswirtschaft wird als Motor der zukünftigen Entwicklung von Industriestaaten angesehen. Im Workshop wurden reglementierende Faktoren dieser optimistischen Perspektive diskutiert, wie zum Beispiel die bisherige Messung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz medizinischer Verfahren. Der Vortrag demonstriert die Notwendigkeit und Ziele der Versorgungsforschung aus Sicht der gesetzlichen Krankenversicherung.