Die ersten Zähnchen kommen

Im Alter von etwa sechs Monaten bekommen Babys ihre ersten Zähnchen - meist ist einer der mittleren Schneidezähne im Unterkiefer der erste Zahn.

 

Die meisten Kinder bekommen ihre Milchzähne in dieser Reihenfolge:

 

  • Mittlere Schneidezähne circa sechster bis achter Lebensmonat
  • Seitliche Schneidezähne circa achter bis zwölfter Lebensmonat
  • Vordere Mahlzähne circa zwölfter bis 16. Lebensmonat
  • Eckzähne circa 16. bis 20. Lebensmonat
  • Hintere Mahlzähne circa 20. bis 30. Lebensmonat

 

Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen. Der genaue Zeitpunkt des Durchbruchs ist sehr variabel, so kann der erste Schneidezahn schon im vierten Monat oder auch erst im 14. Monat erscheinen.

 

In sehr seltenen Fällen haben Neugeborene bereits bei der Geburt Zähne, sogenannte "dentes connati". Prominentes Beispiel soll der französische Sonnenkönig Ludwig XIV gewesen sein.

 

Das Zahnen kann gelegentlich mit erheblichen Schmerzen, Fieber, Rötung und Schwellung des Zahnfleisches, verstärktem Speichelfluss und generellem Unwohlsein verbunden sein.

 

Ab welchem Alter zum Zahnarzt?

Die Empfehlungen sind sehr unterschiedlich. Zum einen kontrolliert auch der Kinderarzt bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen (U1bis J1) den Zustand der Zähne. Zum anderen ist der Zahnarzt auch bei gesunden Milchzähnen der beste Ansprechpartner, wenn es um die richtige Zahnpflege der ersten Zähne geht. Die Zahnpflege beginnt mit dem ersten Zahn.

 

Besuchen Sie ab einem Alter von etwa zwei Jahren regelmäßig mit Ihrem Kind den Zahnarzt. So lernt das Kleinkind eine Zahnarztpraxis kennen, ohne dass in seinem Mund schon gebohrt oder gezogen, ihm also wehgetan werden muss.

 

Tipp: Bringen Sie Ihr Kleinkind, sobald Sie es auch sonst zu kleinen Besorgungen mitnehmen können, zu Ihrem Zahnarzt-Kontrolltermin mit. Es lernt auf diese Weise, dass der Untersuchungstermin beim Zahnarzt etwas ganz Normales ist, und es lernt gleichzeitig die ungewohnte Umgebung näher kennen.

 

Fingerlutschen und Schnuller

Bereits im ersten Lebensjahr kann das Dauernuckeln an Schnuller oder Fingern zu Verformungen des Kiefers führen.

 

Ab dem dritten Lebensjahr hat Dauernuckeln an Schnuller und Fingern meist eine bleibende Verformung des Kiefers zur Folge. Sie kann zwar meist durch eine aufwendige kieferorthopädische Regulierung später wieder behoben werden. Doch das Tragen einer Regulierung ist mit erheblichen psychischen und finanziellen Anstrengungen verbunden.