Neben der kosmetisch unbefriedigenden Vollgusskrone gibt es Kronenarten, bei denen der sichtbare Teil mit einem zahnfarbenen Material überzogen ist.
Als Materialien werden dafür hauptsächlich Keramik-Massen, aber auch Kunststoffe verwendet.
Kunststoff-Verblendkronen
Bei der Kunststoff-Verblendkrone wird nur der nach außen hin sichtbare Teil der Kronen-Seitenfläche mit einem den natürlichen Zähnen farblich angepassten synthetischen Material bedeckt.
Vorteile:
- Bei Beschädigung der Verblendung ist eine relativ leichte Reparatur im Mund des Patienten möglich.
etwas preiswerter in der zahntechnischen Herstellung als Keramik-Verblendungen
Nachteile:
- Abnutzung (Abrasion) der Kauflächen und bei gründlicher Zahnpflege auch der Seitenflächen
- Zahnbeläge (Plaque) finden einen guten Halt auf der Oberfläche der Kunststoff-Verblendung.
- Metall ist ein guter Temperaturleiter, deshalb ist anfänglich eine starke Temperaturempfindlichkeit möglich.
- ästhetisch nur befriedigend im Vergleich zu Keramik-Verblendungen
- Nach längerer Tragezeit werden (durch Einlagerung von Farbstoffen zum Beispiel aus Nikotin, Kaffee, Rotwein) Verfärbungen beobachtet.
- Kontakt der Verblendung mit dem Zahnfleisch (Kronenrand) kann allergische Reaktionen auslösen.
Keramik-Verblendkronen
Keramik-Verblendungen können wiederum nur die sichtbare Außenseite (selten), die Kaufläche oder die gesamte Krone umfassen. Die Keramik-Verblendkrone stellt heute die Standard-Krone für den sichtbaren Bereich dar.
Vorteile:
- gute kosmetische Ergebnisse bei hervorragender Stabilität durch das Metallgerüst und tolerablem Verlust von gesunder Zahnsubstanz beim Präparieren
- sehr hohe Lebenserwartung (circa 15 Jahre)
- biokompatibles, gewebefreundliches Material
- Die glatte Keramik-Oberfläche bietet Zahnbelägen (Plaque und Kariesbakterien) keinen Halt.
- keine Verfärbungen auch nach langer Tragedauer
nur geringe Wärmeleitfähigkeit
Nachteile:
- Die Härte der Keramik-Kaufläche liegt über der von natürlichen Zähnen.
- nur geringe Reparaturmöglichkeiten bei Beschädigung der Keramik-Verblendung
- erreicht nicht die ästhetische Perfektion von Vollkeramikkronen
- Präparationsarten sind in der Regel hohlkehlförmige, auch gemischt mit Stufenpräparation, wie etwa bei Anfertigung einer Keramik-Stufe im Frontzahnbereich.
| Leistungen & Services |
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| Zahnersatz |
erstellt am 25.02.03; zuletzt aktualisiert von Dr. med. dent. Eva-Katharina Essig am 12.10.11
Quelle: Jüde, H.D.: Einführung in die Zahnärztliche Prothetik. 5. Auflage, Lehmanns, 2000