Wie alles begann …

Die ANDRITZ Küsters GmbH mit 300 Mitarbeitern am Standort Krefeld ist Teil der ANDRITZ AG, ein österreichischer Konzern für Maschinen- und Anlagenbau mit Hauptsitz in Graz. Weltweit beschäftigen sie mehr als 25.000 Mitarbeiter an 250 Standorten in mehr als 40 Ländern. Die Motivation, ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zu initiieren, hatte diverse Gründe. Zum einen ist der demografische Wandel auch bei der ANDRITZ Küsters GmbH spürbar, sodass die Frage der Arbeitsfähigkeit bis zum Renteneintritt immer zentraler wird. Zum anderen möchte man neue Fachkräfte für das Unternehmen gewinnen. Damit verbunden ist natürlich auch die Steigerung der Motivation der Beschäftigten und die Attraktivität als Arbeitgeber. 

An die Arbeit …

Zusammen mit der Techniker wurde zunächst die IST-Situation unter die Lupe genommen, und zwar mit Hilfe von verschiedenen Analysen, wie zum Beispiel der Fehlzeitenanalyse der TK-Versicherten (TK-Fehlzeitenbericht) und einem Stimmungsbarometer. Zusätzlich wurde eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Die Ergebnisse der Analysen bilden das Grundgerüst für bedarfs- und zielgerichtete Veränderungen und Gesundheitsangebote. 

Die Führungskräfte sind Dreh- und Angelpunkt eines erfolgreichen BGMs. Sie sind die Gestalter von gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen. Daher wurden umfangreiche Schulungen durchgeführt, um die Führungskräfte für das Thema zu sensibilisieren und ihnen Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben. Weitere Neuerungen: Die Räumlichkeiten im Unternehmen wurden angepasst, die Gesundheitskurse finden nun direkt im Unternehmen statt. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, die Räume für soziale Aktivitäten zu nutzen. Das Thema "Trinken" hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert, sodass Wasserspender installiert wurden, die kostenfrei genutzt werden können. Um das BGM bei ANDRITZ Küsters sichtbar zu machen und die Mitarbeiter für gesundheitsrelevante Themen zu sensibilisieren, werden regelmäßig die neuesten Informationen zum BGM kommuniziert sowie Stimmungsabfragen und Gesundheitstage durchgeführt. 

Steckbrief

Branche: Maschinenbau

Unternehmensgröße: Bis 499 Mitarbeiter

Standort: Krefeld, Nordrhein-Westfalen

Fokus:

  • Psychosoziale Gesundheit
  • Personalführung
  • Gesundheitskompetenz/-wissen

Projektinhalt:

  • Führungskräfteschulung
  • Mitarbeiterbefragung
  • Einrichtung BGM-Räumlichkeiten
  • Individuell abgestimmtes Kursangebot
  • Wasserspender für alle Einheiten
  • Einführung eines Kennzahlentools

Laufzeit: 2016 - 2018

Vorhang auf …

Seit der Einführung des BGM im Jahr 2016 wurden schon einige Veränderungsprozesse auf den Weg gebracht. Zum Beispiel konnten die Führungskräfte als Multiplikatoren für das BGM gewonnen werden. Aber auch der Kommunikations- und Feedbackkultur ist Beachtung geschenkt worden: Sie wurde als strategisches Thema in die Personalentwicklung aufgenommen. Zusätzlich wurde ein Kennzahlentool eingeführt, um den Erfolg des BGMs dauerhaft sichtbar zu machen. 

Interview mit Sigrid Krause (Management Assistent)

Wieso haben Sie sich für die Einführung von BGM/BGF entschieden? 

Ein Grund für die Einführung des BGMs war es, dem Präsentismus - wenn Beschäftigte aus falschem Pflichtbewusstsein krank zur Arbeit kommen - entgegenzuwirken und die hohe Motivation der Mitarbeiter aufrecht zu erhalten. Außerdem wollen wir die Work-Life Balance fördern und präventiv den Folgen einer zu hohen Arbeitsbelastung entgegenwirken. 

Wieso haben Sie sich für eine Zusammenarbeit mit der TK entschieden?

Zum einen ist ein Drittel unserer Beschäftigten bei der TK versichert, zum anderen hat uns die Erfahrung der TK im BGM überzeugt.

Was haben Sie sich vom BGM erhofft? Was waren Ihre Wünsche und Ziele?

Wir haben uns eine Motivations- und Leistungssteigerung erhofft, aber natürlich auch eine Imageförderung. Wir wollen uns als attraktiver Arbeitgeber in der Region zeigen. 

Wie schätzen Sie den Erfolg/Nutzen von BGM/BGF ein?

Das BGM bei uns läuft gut, dennoch sind Impulse von externen Experten wichtig für die ständige Weiterentwicklung. Bisher konnten wir beobachten, dass sich die Leistungsfähigkeit und die Motivation der Mitarbeiter verbessert haben. Was mich besonders freut, ist, dass auch das soziale Miteinander gestärkt wurde. 

Wie hat die Belegschaft das Projekt aufgenommen oder mitgestaltet?

Das Programm wird sehr positiv aufgenommen, Angebote werden genutzt. Das freut uns natürlich.

Was hat sie positiv überrascht? 

Die hervorragende Unterstützung durch die TK sowie durch das Management unseres Unternehmens.

Warum würden Sie BGM/BGF weiterempfehlen? 

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens. Gesundheit und Life-Work- Balance sind wichtig, um die Leistung und Motivation der Mitarbeiter zu erhalten bzw. zu steigern. Dies ist natürlich besonders wichtig, wenn man den demografischen Wandel unserer Gesellschaft betrachtet. Auch die Imagesteigerung und die Außenwirkung auf potenzielle Bewerber ist ein wichtiger Aspekt. Der Hauptgrund ist aber, dass das Wohlbefinden und das soziale Miteinander aller Beschäftigten gesteigert werden.

Sie haben Fragen?

Ihre An­sprech­part­ner

ANDRITZ Küsters GmbH
Sigrid Krause 
Management Assistent
Tel. 021 51 - 34 31 13
Sigrid.Krause@andritz.com  
www.andritz.com  

Die Techniker 
René Schulz 
Berater Betriebliches Gesundheitsmanagement 
Tel. 040 - 460 65 10 98 13
rene.schulz@tk.de
www.tk.de