Wie alles begann...

Der Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) ist Träger von acht außeruniversitären natur-, lebens- und umweltwissenschaftlichen Forschungsinstituten in Berlin, die zusammen rund 1.900 Mitarbeiter aus über 60 Nationen beschäftigen. Die Institute verfügen über eine gemeinsame administrative Infrastruktur mit rund 80 Mitarbeitern, die sogenannte "Gemeinsame Verwaltung". Und genau hier soll das BGM etabliert werden.

Im Zuge der Einführung des BGM hat das Thema "Gesundes Führen" eine herausgehobene Zielstellung, um ein wertschätzendes Organisationsklima, effektive Organisationsstrukturen sowie klarere Kommunikationswege nachhaltig zu etablieren und permanent zu verbessern. 

Allgemein soll das Gesundheitsbewusstsein aller Mitarbeiter gefördert werden, indem - neben der Sensibilisierung der Führungskräfte - die Mitarbeiter dazu befähigt werden, selber besonders hohe Belastungen zu erkennen und zu benennen. Des Weiteren widmet sich das Projekt der Ergonomie am Arbeitsplatz, dem Zeit- und Selbstmanagement und der gesunden Ernährung im Berufsalltag. Ein parallel für die Führungskräfte der Verwaltung entstehendes Schulungsprogramm hat das BGM als Querschnittsthema mit im Blick.

So soll auch die Organisationsentwicklung vom BGM profitieren: Der Arbeitsschutz wird besser in den Bereichen verankert, und grundlegende Themen wie das Qualitätsmanagement und das Change-Management werden konkret mit Aspekten des BGM verknüpft. 

Durch das umfangreiche Maßnahmenpaket sollen nicht nur die Motivation und die Arbeitszufriedenheit von Mitarbeitern und Führungskräften gesteigert werden, sondern das BGM wird auch - intern wie extern - zur Arbeitgeberattraktivität beitragen.

An die Arbeit…

In einer Auftakt-Veranstaltung in der "Gemeinsamen Verwaltung" wurden die Ziele besprochen und eine Strategie festgelegt. Es folgten die Analysephase und die Festlegung der konkreten ersten Schritte: Zunächst wurden mithilfe der Mitarbeiterbefragung KFZA die gesundheitlichen Belastungen in der Gemeinsamen Verwaltung erhoben und eine Kommunikationsstrategie entwickelt, um die Mitarbeiter jederzeit rechtzeitig sowie in angemessenem Umfang über die weiteren Schritte zu informieren. Danach folgte die Umsetzung erster Maßnahmen. 

Zu den verhältnispräventiven Maßnahmen zählen die Verbesserung der bereichsübergreifenden Kommunikation und der Informationsverbreitung - mit den Zielen, die Mitarbeiter über die jeweils laufenden Veränderungen zu informieren und gezielt in bestimmte Maßnahmen einzubeziehen. Ein weiteres Ziel ist die Verringerung von Zugluftbelastung und anderen Störungen.

Im Rahmen der verhaltenspräventiven Maßnahmen konnten dreistündige Workshops zum Thema "Umgang mit Stress" für alle interessierten Mitarbeiter der "Gemeinsamen Verwaltung" angeboten werden. Für Führungskräfte wurde ein zusätzliches Training entwickelt, das "gesundes Führen in Veränderungsprozessen" im Fokus hat. Zukünftig soll es weitere Maßnahmen geben: Ein Arbeitsplatzcoaching ist zurzeit in Planung. 

Steckbrief

Branche: Wissenschaft und Forschung

Unternehmensgröße: Bis 249 Mitarbeiter

Standort: Berlin

Fokus:

  • Psychosoziale Gesundheit
  • Personalführung
  • Gesundheitskompetenz/-wissen
  • Gesundheitsförderung/-kurse/-tage/-aktionen
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Digitalisierung

Projektinhalt:

  • Zielfindung/Strategieworkshop/Bildung des Kernteams BGM, Lenkungsausschuss
  • Befragung aller Mitarbeiter mit dem Fragebogen KFZA, darauf aufbauende Interventionsworkshops mit den Mitarbeitern
  • Dialogworkshop mit den Führungskräften
  • Zurzeit: Umsetzung verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen

Laufzeit: 2016 - 2018

Vorhang auf…

Sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter stehen dem Thema Gesundheit noch offener gegenüber. Dank eines verbesserten regelmäßigen Austausches zwischen der Geschäftsführung, den Projekt- und Bereichsleitern und einem regelmäßigen Informationstransfer in die Bereiche gibt es auf allen Seiten mehr Verständnis für bestimmte Prozesse und Entscheidungen. Außerdem werden die organisatorischen Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt. 

Sie haben Fragen?

Ihre An­sprech­part­ner

FVB
Jan-Philip Matischik
Personalcontroller
Tel. 030 - 63 92 33 47
matischik@fv-berlin.de  
www.fv-berlin.de  

Die Techniker
Julius Kühn
Berater Betriebliches Gesundheitsmanagement
Tel. 040 - 460 65 10 34 58
julius.kuehn@tk.de  
www.tk.de