Wie alles begann...

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (kurz: HAW Hamburg) gehört zu den größten Fachhochschulen in Deutschland. Mehr als 16.800 Studierende sind in 41 Bachelor- und 34 Master-Studiengängen eingeschrieben. Die HAW Hamburg gliedert sich in vier Fakultäten: Design, Medien und Information (DMI), Life Sciences (LS), Technik und Informatik (TI) sowie Wirtschaft und Soziales (WS). An der Hochschule arbeiten 386 Professorinnen und Professoren, 547 Lehrbeauftragte, 314 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 454 Beschäftigte in Technik und Verwaltung.

Die Hochschule verfügt über mehrjährige Erfahrungen in der praktischen Umsetzung der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Ausgehend von einem 2010 erstellten Gesundheitsbericht und einer Pilotphase mit Arbeitsanalyseworkshops in ausgewählten Bereichen der Hochschule im Jahr 2011 wurden schrittweise Komponenten und Elemente eines BGM implementiert. Ziel ist es, ein ganzheitliches BGM zu etablieren, in dem gesundheitsrelevante Einzelthemen zusammengeführt werden, wie zum Beispiel: 

  • Psychische Gesundheit
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) 
  • Sucht, Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Bewegung, Inklusion
  • altersgerechtes Arbeiten, gesunde Ernährung am Arbeitsplatz
  • gesundes Führen

Das Thema "Gesundheit der Beschäftigten" soll auf allen Ebenen als wichtiger Faktor verankert werden, damit eine gesunde Unternehmenskultur in allen Fakultäten und in der Verwaltung nachhaltig umgesetzt wird. 

An die Arbeit…

Die HAW Hamburg hat bereits zahlreiche gesundheitsfördernde Maßnahmen erfolgreich durchgeführt. Dazu gehören Gesundheitstage, -wochen und -aktionen sowie Bewegungs- oder Entspannungskurse. Außerdem werden immer wieder Vorträge, Seminarreihen und Workshops für die Beschäftigten angeboten – zu Themen wie Sucht, Trauer am Arbeitsplatz, Resilienz, Stress oder Vereinbarung von Familie und Beruf. Für die Durchführung von Kursen und Veranstaltungen im Rahmen des BGM wurde am zentralen Campus Berliner Tor ein Gesundheitsraum mit entsprechender Ausstattung eingerichtet. 

Den Beschäftigten der Hochschule stehen interne gesundheitsbezogene Beratungsangebote zur Verfügung. Dazu zählen Beratungen für Langzeiterkrankte (durch BEM-Beraterinnen und -Beratern), Konfliktberatung/Mediation (u.a. durch Konfliktlotsen), Integrationsberatung für Schwerbehinderte (durch Schwerbehindertenvertrauenspersonen) und Beratung für Beschäftigte mit Erziehungs- und Pflegeaufgaben im privaten Umfeld (durch das Familienbüro). 

Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse wurde 2015 an der Fakultät Life Science und 2017 an der Fakultät Technik und Informatik eine Beschäftigtenbefragung zur Zufriedenheit und psychischen Belastung der Beschäftigten durchgeführt. Dabei kam der Fragebogen "Psychische Belastungen und Ressourcen" des Salubris Instituts der Universität Bielefeld zum Einsatz, der speziell für Hochschulen entwickelt wurde. Im Anschluss fanden vertiefende Gesundheits-Workshops für alle interessierten Beschäftigten zu auffälligen Ergebnissen der Befragung statt. Diese Workshops leiteten bisher externe Moderatoren und die Koordinatoren des BGM. Zukünftig soll diese Aufgabe hauptsächlich von HAW-internen Moderatorinnen und Moderatoren übernommen werden. Im Rahmen von mehrtägigen Fortbildungen werden diese auf Basis eines von der Unfallkasse Nord konzipierten und finanzierten Konzeptes qualifiziert.
 

Steckbrief

Branche: Erziehung und Unterricht

Unternehmensgröße: über 1.000 Mitarbeiter

Standort:  Hamburg

Fokus:

  • Psychosoziale Gesundheit 
  • Gesundheitskompetenz/-wissen
  • Gesundheitsförderung/-kurse/-tage/-aktionen 
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • BEM
  • Sucht
  • Trauer
  • Inklusion
  • Gesunde Ernährung
  • Gesundheitssport
  • Konfliktmanagement
  • Bedrohungs- und Krisenmanagement

Projektinhalt:

  • Ziel ist ein ganzheitliches BGM
  • in dem viele gesundheitsrelevante Einzelthemen wie zum Beispiel
    • Sucht
    • BEM
    • Trauer am Arbeitsplatz
    • Ernährung
    • Inklusion
    • Digitalisierung oder
    • gesundes Führen zu einem nachhaltigen Gesamtkonzept verknüpft werden.

Laufzeit: seit 2014

Vorhang auf…

Die HAW Hamburg verzeichnet bereits viele Erfolge auf dem Weg zu einem ganzheitlichen BGM. Ein Meilenstein war die Zusammenführung des Gesundheitsmanagements mit dem klassischen Arbeitsschutz in einer gemeinsamen Organisationseinheit. Im Zuge dessen wurde auch die Zusammenarbeit mit dem Familienbüro, der Personalentwicklung, der Schwerbehindertenvertretung und dem Personalrat intensiviert. Dies trug zu einer vermehrten Sensibilisierung der Beschäftigten für das Thema bei.

Die angebotenen Gesundheitskurse sind sehr gut besucht und der neu geschaffene Gesundheitsraum wird regelmäßig genutzt. Die Seminarangebote und Vorträge sind sehr gut nachgefragt. Jährlich werden Gesundheitstage oder Gesundheitswochen, auch mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse, durchgeführt.

In Gesundheitsworkshops werden viele gesundheitsrelevante Aspekte bearbeitet. Behandelte Themen sind beispielsweise: Zeitliche Belastungen, äußere Rahmenbedingungen, Zusammenarbeit zwischen Organisationseinheiten, berufliche Perspektiven und Organisationskultur. Gemeinsam mit den Beschäftigten werden Belastungssituationen analysiert und Maßnahmenvorschläge entwickelt. Unter Einbindung der Führungsebenen werden im Anschluss Möglichkeiten zur Umsetzung besprochen. 

Erfolgsrezept…

Die Hochschule ist mit dem bisherigen Projektverlauf sehr zufrieden und auf einem guten Weg, um BGM fest in den Strukturen zu verankern und eine gesunde Arbeitskultur in allen Bereichen nachhaltig anzulegen. Rückenwind bekommt das BGM-Team von der Hochschulleitung, die personelle und finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. 

Interview mit Helmuth Gramm und Corinna Röhl (BGM-Koordinatoren)

Wieso haben Sie sich für die Einführung von BGM/BGF entschieden? 

Mittels gesunder Arbeitsbedingungen und der Stärkung der persönlichen Ressourcen der Beschäftigten werden Arbeitszufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit verbessert. Darin sehen wir eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Lehre, Forschung und Weiterbildung an der HAW Hamburg.

Was haben Sie sich von BGM erhofft? Was waren Wünsche und Ziele? 

Wir möchten Gesundheitsförderung auf allen Ebenen als Querschnittsaufgabe etablieren und streben an, alle gesundheitsbezogenen Aktivitäten und Maßnahmen zu vernetzen. 

Wie hat die Belegschaft das Projekt mitgestaltet? 

Wir schaffen stets ein hohes Maß an Transparenz über die Aktivitäten des BGM und ermöglichen Beschäftigten, in Workshops und Projektgruppen mitzuarbeiten. Hierdurch erfolgt eine zielgruppen- und themenspezifische Beteiligung.

Sie haben Fragen?

Ihre An­sprech­part­ner

HAW Hamburg
Betr. Gesundheitsmanagement, Konfliktmanagement, Bedrohungs- und Krisenmanagement
Helmuth Gramm 
Tel. 040 - 42 87 59 030
helmuth.gramm@haw-hamburg.de 

Corinna Röhl 
Tel. 040 - 42 87 59 277
corinna.roehl@haw-hamburg.de 

Sophie Richter
Tel. 040 - 42 87 59 030
sophie.richter@haw-hamburg.de 

Die Techniker
Tark Oussayfi
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Tel. 040 - 46 06 51 01 108
Mobil 0160 - 90 58 52 84
tark.oussayfi@tk.de 
www.tk.de