Das Kooperationsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) konzentriere sich auf diejenigen Branchen und Berufe, in denen in Deutschland ein Fachkräftemangel herrscht, heißt es auf der Internetseite der BA. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln zählen dazu ca. 400 Berufe; beispielsweise im Hotellerie- und Gaststättengewerbe sowie in der Pflege- oder der Metall- und Elektrobranche.

Arbeitgeber-Entlastung durch ganzheitlichen Ansatz und Bewerber-Vorauswahl 

THAMM setzt mit einem ganzheitlichen Migrations- und Mobilitätsansatz für Arbeit und Ausbildung an. Auszubildende und Fachkräfte werden während des gesamten Migrationsprozesses unterstützt - angefangen bei der sprachlich-interkulturellen Vorbereitung über die Visumsbeantragung im Herkunftsland und die berufliche Anerkennung von Fachkräften bis hin zur Begleitung in Deutschland. 

Durch die umfangreichen Leistungen und vor allem die Betreuung vor Ort in Deutschland werden Arbeitgeber entlastet. 

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die Vorauswahl der Bewerber, die ins "Matching" der Teilnehmer und Arbeitgeber passen. Durch Auswahlgespräche vor Ort oder digital werden zunächst fachliche und persönliche Qualifikationen festgestellt. Interessierte Arbeitgeber erhalten anschließend von der BA eine Auswahl an geeigneten Bewerbern, die sie dann ihrerseits in virtuellen oder persönlichen Vorstellungsgesprächen kennenlernen und auswählen können.

Information und Beratung für Arbeitgeber

Auch wenn Corona-bedingt für Arbeitgeber derzeit vieles nur schwer planbar ist, werden zahlreiche Branchen mittel- und langfristig auf die Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Ausland angewiesen sein. 

Für interessierte Arbeitgeber gibt es Informationsveranstaltungen in mehreren Bundesländern. Dort werden der Projektablauf sowie die Teilnahmekonditionen vorgestellt und erste wichtige Fragen geklärt. Zudem werden individuelle Beratungen für Arbeitgeber angeboten. 

Bei starkem Interesse wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen der GIZ und den Arbeitgebern über Teilnahmebedingungen und die gewünschte Anzahl an Fachkräften beziehungsweise Auszubildenden geschlossen. 

Vor der Einreise der Auszubildenden und Fachkräfte nehmen die Arbeitgeber an Trainings zu interkultureller Kommunikation und Kompetenz teil.

Gute Zwischenbilanz

Die Bundesregierung zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf: Das Projekt stärkt die Kompetenzen von zuständigen Partnerinstitutionen entsprechend ihrer Bedarfe. Zudem unterstützt es die Vorbereitung sowie die Vermittlung von bis zu 600 Fachkräften und Auszubildenden nach Deutschland und schafft somit Beschäftigungsperspektiven besonders für die junge Bevölkerung, heißt es in einer Pressemitteilung des BMI. Auch in Zukunft wird mit einer hohen Beteiligung gerechnet. 

Die Branchen für Fachkräfte für das Jahr 2021 werden in Kürze auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit bereitgestellt.

Weitere Informationen zum Projekt THAMM sowie Hinweise zu den Teilnahmevoraussetzungen für Arbeitgeber finden Sie bei der Arbeitsagentur.