"Es hat sich gezeigt, dass in der Praxis immer häufiger A1-Bescheinigungen für Grenzgänger zur Vorlage bei den ausländischen Behörden benötigt werden", erklärt Sozialversicherungsexperte Ulrich Buschermöhle von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Als Beispiel nennt er einen Arbeitnehmer, der bei einem Arbeitgeber in Deutschland beschäftigt und damit auch hier gesetzlich krankenversichert ist, der aber in Österreich wohnt. In Österreich kann er mit einer A1-Bescheinigung nachweisen, dass keine zusätzliche Sozialversicherung im Wohnstaat erforderlich ist.

Anders als bei einer Entsendung ist die Ausstellung der A1-Bescheinigung nicht verpflichtend und kann nicht auf elektronischem Weg beantragt werden.

Ausnahmen beim Home-Office

"Diese Regelung gilt nicht, wenn Personen als Grenzpendler auch im Wohnstaat regelmäßig ihre Tätigkeit ausüben, zum Beispiel im Home-Office. Hier wird es oftmals zu einer anderen Beurteilung in Hinblick auf Festlegung des zuständigen Sozialversicherungsrechts kommen", ergänzt Buschermöhle.

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