Zwischen den Zeilen kommunizieren 

Australier verständigen sich gern indirekt. Gefällt Ihrem Gegenüber etwas nicht, wird er das Missfallen in hübschen Worten an den Adressaten versenden. Entsprechend schnell können Deutsche durch zu klare und deutliche Aussagen verletzend wirken.

Der Vorname zählt 

Schon nach dem ersten Gespräch kommuniziert man in der Regel auf der First-Name-Basis. Der Nachname fällt höchstens noch bei der Begrüßung oder bei offiziellen Anlässen.

Titel sparsam einsetzen

Akademische Titel spielen bei der Ansprache in Australien keine Rolle. Auch wenn Sie versuchen, den eigenen Titel zu übersetzen, wird Ihr Gesprächspartner nichts damit anfangen können. Eine Ausnahme bildet das Adelsprädikat "Sir", das verpflichtend ist. 

Die Kolonie lässt grüßen

Die historischen Wurzeln als Kolonie der britischen Krone machen sich heute noch bemerkbar. Das Verhalten von Australiern ist insgesamt oft sehr britisch. Drängeln ist verpönt, bei jeder Gelegenheit ertönt ein "Sorry" und mit "Thank you" und "You're welcome" wird nicht gegeizt. 

Pünktlichkeit ist Trumpf

Die Weite des Landes beeinflusst die Terminvereinbarung enorm. Zwar legt man - ganz britisch - großen Wert auf pünktliches Erscheinen. Verspätungen bis zu 20 Minuten sind aber normal. Besprechungen vor neun Uhr morgens sollten vermieden werden. 

Vielfältige Küche

Australier verhandeln gern auch außerhalb ihrer Büros bei Geschäftsessen und Barbecues. Wer sich neben der kulinarisch multikulturellen Auswahl auch an urtypische Gerichte heranwagt, wird bei seinem Gegenüber erfreute Reaktionen hervorrufen.

Mehr zu australischen Eigenarten

Weitere Einblicke und einen Vergleich der deutschen und australischen Eigenarten finden Sie im Buch "Business Knigge International" von Kai Oppel.