In der Sitzung vor der Sommerpause billigte der Bundesrat den Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), den zuvor der Bundestag verabschiedet hatte.

Gleiches Tarifrecht auch für ausländische Entsandte

Entsandte Arbeitnehmer profitieren laut Mitteilung des BMAS künftig "in stärkerem Umfang als bisher von Arbeitsbedingungen, die in allgemein verbindlichen Tarifverträgen geregelt sind". 

Konkret bedeutet dies: Wer vorübergehend in Deutschland arbeitet, soll ebenso wie die hiesigen Arbeitnehmer Anspruch auf Mindest- und Tariflohn haben - inklusive der Zulagen wie Schlechtwetter- oder Weihnachtsgeld. Für regionale Tarifverträge gilt dies allerdings nicht. Über Details informiert das BMAS auf seiner Internetseite.

EU-Staaten müssen Richtlinie umsetzen

Hintergrund für das Gesetz ist die seit Jahren debattierte Reform der Entsenderichtlinie 96/71/EG, die die EU-Staaten bis zum 30. Juli 2020 zu einer entsprechenden Gesetzgebung verpflichtet. 

Die TK informiert in einer Sonderbeilage der Zeitschrift "Personalwirtschaft" über die Folgen für Arbeitgeber. Das Heft "Entsendungen richtig planen in der Praxis " können Sie sich hier herunterladen .