Gerade bei der hohen Zahl an Aufträgen im Baubereich hat die Branche weiterhin mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Die Zahl der Renteneintritte ist zu hoch, Nachwuchs kommt kaum nach. Arbeitgeber müssen also neue Strategien finden, um die Attraktivität des eigenen Unternehmens für Arbeitnehmer zu erhöhen.

Zielgruppe erweitern

Handwerkliche Berufe sind traditionell männerdominiert. In Baufirmen sind gerade mal drei Prozent der Beschäftigten Frauen. Dabei sind viele von ihnen grundsätzlich interessiert. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen und Gleichstellung der Geschlechter sind wichtige Anreize für diese Zielgruppe.

Auch zugewanderte Arbeitskräfte dürfen nicht vergessen werden. Arbeitnehmer, die für die Arbeitsstelle ihre Heimat verlassen, bringen jede Menge Vorteile mit. Firmen sollten sich global aufstellen, um von dem Know-how ausländischer Fachkräfte profitieren zu können.

Imagewandel vorantreiben

Handwerkliche Berufe haben oft kein hohes gesellschaftliches Ansehen. Dagegen können Unternehmen vorgehen: mithilfe von Kommunikation nach außen, zum Beispiel in Form von Auftritten auf Messen, durch eine eigene Unternehmenswebsite oder Beiträge in sozialen Medien. 

Gerade durch intensive Einblicke in den Job kann die Attraktivität des Berufsfelds erhöht werden. Besonders über Social Media-Kanäle können sich Arbeitgeber von einer neuen Seite zeigen und eine Vielzahl an potenziellen, auch internationalen Bewerbern erreichen.

Attraktive Arbeitsbedingungen

Zukünftigen Arbeitnehmern muss klar ersichtlich werden, welche Vorteile sie selbst davon haben, ein bestimmtes Unternehmen zu wählen. Das kann faire Löhne, das Klima unter den Angestellten oder auch die Werte betreffen, die ein Unternehmen vertritt. Entscheidende Faktoren sind dabei auch die Digitalisierung und die Modernisierung von Abläufen und Betrieb.

Vielen jungen Menschen ist es wichtig, sich im Beruf verwirklichen zu können. Sie wünschen sich vielfältige Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie einen Arbeitgeber, der ihre Bedürfnisse ernst nimmt. Sind all diese Voraussetzungen bereits vorhanden, ist es umso wichtiger, diese zu kommunizieren.