Um den seit Jahren steigenden Mangel an Erwerbstätigen zu decken, hat die japanische Regierung zwei spezielle Arbeitsvisa geschaffen. So dürfen Fachkräfte einen Aufenthalt von bis zu zehn Jahren beantragen und mit Familienangehörigen einreisen. Ungelernte Arbeitskräfte dürfen maximal fünf Jahre in Japan bleiben, allerdings ohne Begleitung. Insgesamt sollen 340.000 Ausländer einreisen dürfen.

Gleichzeitig will Japan die Bedingungen für Arbeitnehmer verbessern. So gilt seit April eine Begrenzung der jährlichen Überstunden bei großen Unternehmen auf maximal 720. Kleine Firmen sollen erst ein Jahr später von dieser Regelung betroffen sein. Firmen müssen künftig außerdem sicherstellen, dass jeder Mitarbeiter mindestens fünf Tage im Jahr Urlaub nimmt.

Eine zunehmende globale Offenheit gilt auch in Bezug auf den Warenaustausch: Seit Februar 2019 gilt ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan.