Um bei Entsendungen eine doppelte Beitragszahlung sowohl im Heimat- als auch im Entsendeland zu vermeiden, gibt es bestimmte Regelungen des europäischen Gemeinschaftsrechts. Diese sehen vor, dass bei einer Entsendung in einen anderen EU-Staat oder nach Island, Liechtenstein, Norwegen oder in die Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin allein die deutschen Rechtsvorschriften gelten. Dies muss der entsandte Mitarbeiter im Beschäftigungsstaat mit einer A1-Bescheinigung nachweisen.

Elektronisches Antragsverfahren für Arbeitgeber Pflicht

Bereits ab 2018 konnten A1-Bescheinigungen aus einigen Abrechnungsprogrammen heraus beantragt werden. Seit dem 1. Januar 2019 ist das Antrags- und Bescheinigungsverfahren für Arbeitgeber nun verpflichtend. 

Ausnahmeregelung in begründeten Einzelfällen

In der ersten Phase des maschinellen Dialogverfahrens kann es trotz der Bemühungen der Arbeitgeber, Softwareersteller und der Sozialversicherung vereinzelt zu Problemen in der Umsetzung kommen. Arbeitgeber werden möglicherweise im Einzelfall noch nicht in der Lage sein, maschinelle Anträge zu stellen. In der Konsequenz werden sie auf etablierte Wege und auf den Papiervordruck zurückgreifen.

Um die Zurückweisung von Papieranträgen ab dem 1. Januar 2019 zu vermeiden, haben die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung in den Gemeinsamen Grundsätzen zum A1-Verfahren eine Ausnahmeregel geschaffen. 

Dies gilt für alle Anträge gegenüber den Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung, der Arbeitsgemeinschaft für berufsständische Versorgungseinrichtungen sowie für Anträge, die die DVKA entgegen nimmt.

A1-Arbeitskreis gestaltet das Verfahren weiter aus

Zur weiteren Ausgestaltung des Verfahrens wurde der neue Arbeitskreis A1 gegründet. Er ist mit Vertretern der antragsannehmenden Stellen, mit Arbeitgebervertretern und Experten der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung besetzt und will Anpassungen im Verfahren bewerten sowie praxisgerecht umsetzen. Am 12. Dezember 2018 war der Startschuss für die erste Sitzung.

Immer auf dem Laufenden mit der Techniker

Mit dem TK-Auslands-Newsletter "International beschäftigt" bleiben Arbeitgeber immer auf dem Laufenden. Jetzt kostenlos anmelden.