Die Weiterversicherung in Deutschland ist zum Beispiel bei Firmen innerhalb eines Konzerns selbst dann möglich, wenn die Firma im Ausland den wirtschaftlichen Wert der Leistung an das deutsche Unternehmen überweist. "Das verbundene Unternehmen wird in diesem Fall behandelt wie ein Kunde - und dies würde dann wieder die Ausstrahlung ermöglichen", erklärt Michael R. Fausel, Rechtsanwalt und auf Auslandsentsendungen spezialisierter Berater in Frankfurt am Main. Allerdings sei es an dieser Stelle nicht egal, welcher Preis für die Dienstleistung in Rechnung gestellt wird.

Fremdvergleich erforderlich

"Wenn Gesellschaft A Leistungen über eine Person Gesellschaft B anbietet und in Rechnung stellt, rechnet die Gesellschaft A eine gewisse Marge hinzu - damit ist es ein klassisches Kundenverhältnis und der Ausstrahlung steht nichts im Wege. Bei verbundenen Unternehmen kann somit die "Weiterverrechnung" des Gehalts durch die Einpreisung in die Leistung erfolgen. Allerdings müssen die Leistungen zu marktüblichen Preisen abgerechnet werden", so Fausel. Dazu sei ein Fremdvergleich erforderlich, wie er auch aus dem Steuerrecht bekannt ist. "Hier kommt es immer wieder zu Problemen, denn die Einschätzung, welche Preise marktüblich sind, ist nicht einfach zu treffen. Wir greifen bei diesen Fragen auf Pricing-Spezialisten zurück, von denen es nicht viele in Deutschland gibt."

Nicht nur ein Thema für Konzerne

Die Regelung zu Entsendungen in verbundenen Unternehmen aus dem Sozialversicherungsrecht ist übrigens nicht nur für klassische Konzerne gedacht. Fausel: "Der Rechtsbegriff der verbundenen Unternehmen bezeichnet auch jene Firmen, die zum Beispiel Anteile am jeweils anderen Unternehmen halten. Es muss sich dabei nicht zwingend um einen Konzern handeln", so der Experte.

Mehr zum Thema

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