Seit 2015 bietet "kulturweit" Menschen aus dem Ausland die Möglichkeit, die Arbeit von Bildungs- und Kultureinrichtungen in Deutschland kennenzulernen. Das Programm wird vom Auswärtigen Amt gefördert und ist Teil des Maßnahmenkatalogs der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus und Rassismus. 

Diversität am Arbeitsplatz immer wichtiger

Menschen, die in Deutschland und afrikanischen Ländern leben und arbeiten, können im Rahmen einer gemeinsamen Projektarbeit sechs Monate lang miteinander aktiv zur Aufarbeitung von Kolonialismus, der postkolonialen Gegenwart und Rassismus im internationalen Kontext beitragen. Sie wirken so als Multiplikatoren für eine diversitätssensible und diskriminierungsfreie Gesellschaft - durch ihr Engagement tragen kulturweit-Freiwillige in über 70 Ländern dazu bei, Raum für Dialog, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Studien zufolge legen gerade junge Menschen am Arbeitsmarkt einen verstärkten Fokus auf soziale Gerechtigkeit und Diversität am Arbeitsplatz. 

Bewerbung ab Frühjahr

Zu Beginn der gemeinsamen Zeit machen die Teilnehmer einen zweimonatigen Sprachkurs, darauf folgt ein einmonatiges Workcamp in einem afrikanischen Land sowie anschließend ein dreimonatiger gemeinsamer Aufenthalt in einer Einsatzstelle in Deutschland und gemeinsame Projektarbeit in Teams. Teilnehmen können alle Menschen ab 18 Jahren, die in Deutschland und afrikanischen Ländern leben. Anmeldungen sind voraussichtlich ab Frühjahr 2022 über die Internetseite von "kulturweit" möglich.