Der Bundesfinanzhof (BFH) bestätigte unter anderem ein vorheriges Urteil vom April 2019, das sich auf eine Pilotin bezog. Die Richter hatten geurteilt, dass die erste Tätigkeitsstätte trotz überwiegender Tätigkeit im internationalen Flugverkehr auf dem vertraglich festgelegten Flughafengelände besteht. Auch wenn die Pilotin zum Teil von verschiedenen Flughäfen startete - die geltend gemachten Fahrtkosten setzte das Finanzamt lediglich mit der Entfernungspauschale an. Die Kosten für die Übernachtungen am Dienstort konnten in tatsächlicher Höhe zum Werbungskostenabzug abgesetzt werden.

Während bisher die "regelmäßige Arbeitsstätte" den qualitativen Schwerpunkt des Arbeitnehmers betraf, stellt das neue Recht den vertraglich vereinbarten Dienstort als "erste Tätigkeitsstätte" in den Vordergrund.

Für Fahrten zwischen dem Wohnort und der ersten Tätigkeitsstätte können immer nur Werbungskosten in Höhe der Entfernungspauschale von 0,30 Euro pro Kilometer angesetzt werden.