Die "Blaue Karte EU" ist eine zunächst befristete Aufenthaltserlaubnis für ausländische Spezialisten aus Drittstaaten. Sie wurde im Jahr 2012 eingeführt und nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bis 2018 mehr als 100.000 Mal ausgegeben. Deutschland steht unter den EU-Staaten mit 85 Prozent aller Blauen Karten EU an erster Stelle bei der Ausgabe dieses Aufenthaltstitels.

Nach Angaben des Ministeriums entfiel der Anstieg der Anträge auf Erteilung der "Blauen Karte EU" zu 42,3 Prozent auf Neuerteilungen. Fast jede dritte Karte wurde im vergangenen Jahr an Menschen aus Indien ausgegeben. In der Rangliste folgen Antragsteller aus China, Russland, der Türkei und Brasilien. 

"Die Zahlen zeigen ganz deutlich: Deutschland wird immer attraktiver für hoch qualifizierte Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Drittstaaten. Und wir gehen davon aus, dass die Beliebtheit der Blauen Karte EU auch in Zukunft anhalten wird", erklärt Andrea Schumacher, Vize-Präsidentin des BAMF. Nach Angaben des Ministeriums wird die Blaue Karte EU von vielen Inhabern dazu genutzt, um schließlich dauerhaft in Deutschland zu bleiben und zu arbeiten. Nach 33 Monaten haben hoch qualifizierte Einwanderer Anspruch auf eine Niederlassungserlaubnis, bei ausreichenden Deutschkenntnissen sogar schon nach 21 Monaten.