Insgesamt traten nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 31.220 Hochqualifizierte einen Job in Deutschland an. Die Bundesrepublik liegt mit einem Anteil von 82 Prozent aller Blauen Karten EU innerhalb der Europäischen Union an der Spitze. 

Auch die Zahl der Aufenthaltstitel in der Forschung, für Studenten und für Mitarbeiter von in Deutschland tätigen Unternehmen gehe weiter nach oben, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Bundesamtes. 

Mindestgehalt erforderlich

Die Blaue Karte EU ist ein zunächst befristeter Aufenthaltstitel für Akademiker aus Nicht-EU-Staaten. Neben einem Hochschulstudium ist ein Arbeitsvertrag mit einem bestimmten Mindestgehalt (aktuell: 53.600 Euro brutto bzw. 41.808 Euro brutto in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen oder als Ärztin/Arzt) erforderlich. Der Begriff der Blauen Karte EU wurde in Anspielung auf die Green Card in den USA und mit Bezug zum Blau der EU-Flagge geprägt.

Karten-Inhaber kommen, um zu bleiben

Der größten Beliebtheit erfreut sich die Blaue Karte EU weiterhin bei Menschen aus Indien. Mit fast einem Drittel der erteilten Blauen Karten liegen sie mit großem Abstand weiterhin an erster Stelle, gefolgt von Zugewanderten aus China, Russland, der Türkei und Brasilien.

Die Mehrheit der hoch qualifizierten Zugewanderten entscheidet sich nach Angaben des BAMF für einen dauerhaften Verbleib in Deutschland. Bei ausreichenden Deutschkenntnissen besteht ein Anspruch auf eine Niederlassungserlaubnis - je nach Berufsgruppe nach 33 Monaten bzw. 21 Monaten. Weitere Informationen finden Sie im TK-Service Ausland in diesen Artikeln: