Während der Übergangsphase haben die verbleibenden EU-Staaten gemäß dem Abkommensentwurf vom November 2018 die Gelegenheit, die künftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich zum Beispiel durch gesonderte Verträge zu verhandeln. Bis zum 30. Juni 2020 kann vereinbart werden, die Übergangsphase zu verlängern.

Die Unterzeichnung des Austrittsabkommens ist auf Seiten der Europäischen Union für den 29. Januar 2020 geplant

In Bezug auf den Brexit sind für die internationale Beschäftigung folgende Hinweise von Interesse:

A1-Bescheinigungen

Die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) weist darauf hin, dass A1-Bescheinigungen, die bisher nur auf das maximale Datum 31. Januar 2020 datiert wurden, gegebenenfalls erneut beantragt werden müssen. 

Da die gemeinsamen Rechtsvorschriften zur sozialen Sicherheit bei einem geregelten Austritt bis zum 31.Dezember 2020 gelten, dürften künftige A1-Bescheinigungen ebenfalls bis zu diesem Datum ausgestellt werden können.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Brexit haben wir im TK-Service Ausland in einem gesonderten FAQ-Bereich zusammengestellt.

Anträge auf Einbürgerung

Die Bundesregierung weist darauf hin, dass auch beim Einbürgerungsrecht eine beiderseitige Schonfrist besteht. Stellt ein britischer Staatsbürger nach dem offiziellen Brexit einen Antrag auf Einbürgerung in Deutschland, soll er die bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten dürfen, "auch wenn die Entscheidung über die Einbürgerung erst nach Ablauf des Übergangszeitraums erfolgt", heißt es auf der Webseite.

Informationen zu den aktuellen Gesetzgebungsverfahren bietet die Bundesregierung auf ihrer Internetseite.

Vorbereitungen für alle Fälle

"Die Bundesregierung bereitet sich weiterhin auf alle Austrittsszenarien vor, auch auf einen Austritt ohne Austrittsabkommen", erklärt das Bundesministerium für Arbeit und und Soziales (BMAS). Das Ministerium verweist auf Gesetzgebungen, die im Fall eines ungeregelten Austritts in Kraft treten.