Die Nachverfolgung der Kontakte über Landesgrenzen und verschiedene ländereigene Apps hinweg ist ebenfalls möglich. Für diesen Zweck wurde gemeinsam mit der EU-Kommission eine Infrastruktur für einen sicheren Informationsaustausch entwickelt: das sogenannte "Interoperability Gateway". Auf diese Weise können Reisende innerhalb Europas eine einzige App nutzen. 

Um sie einzusetzen, müssen Nutzer ihre App aktualisieren und dem EU-Datenaustausch zustimmen. Auch hier werden nur anonymisierte Daten ausgetauscht, sodass kein Rückschluss auf Personen möglich ist. 

Ein positiv Getesteter kann seine Infektion in der App angeben, und jedem anderen App-Nutzer, der länger in der Nähe war, wird eine Risikobegegnung angezeigt. Der Gewarnte kann sich dann testen lassen und so gegebenenfalls verhindern, dass er weitere Personen ansteckt. 

Es zeigt sich mittlerweile allerdings, dass die meisten EU-Staaten inzwischen ihre eigenen Corona-Apps gestoppt haben. Damit gehört die Warnung der deutschen Corona-Warn-App im europäischen Ausland teilweise bereits der Vergangenheit an.  

Auf der Seite der EU-Kommission finden Sie eine Übersicht über die Länder, die bei den Warn-Apps mitmachen, die Namen der jeweiligen Apps sowie die Angabe der Länder, die inzwischen darauf verzichten.