Wer bisher privat oder geschäftlich ins Ausland reiste, merkte schnell: Die deutsche Corona-Warn-App half bisher bei einer Risikobegegnung im Ausland wenig. Selbst wenn das Gegenüber die örtliche App nutzt, kann man Mitmenschen im Ausland bisher nicht warnen, wenn man nach einer Reise positiv getestet wird. Um den Schutz auszuweiten, wollen bis Jahresende insgesamt 16 Länder in Europa mitmachen.

Risikobegegnungen werden grenzüberschreitend gemeldet

Über eine Schnittstelle verbinden sich die Apps von bisher elf EU-Staaten: Deutschland, Italien, Irland, Österreich, Tschechien, Dänemark, Estland, Lettland, die Niederlande, Polen und Spanien. 

Um sie für diesen Zweck einzusetzen, müssen Nutzer ihre App aktualisieren und dem EU-Datenaustausch zustimmen. Ausgetauscht werden auch bei der EU-weiten Lösung nur anonymisierte Daten, sodass kein Rückschluss auf Personen möglich ist. 

Ein positiv Getesteter kann seine Infektion in der App angeben, und jedem anderen App-Nutzer, der länger in der Nähe war, wird eine Risikobegegnung angezeigt. Der Gewarnte kann sich dann testen lassen und so gegebenenfalls verhindern, dass er weitere Personen ansteckt.