Die Regelung, dass bei vorübergehender grenzüberschreitender Tätigkeit aus dem Homeoffice keine Änderung des Sozialversicherungsrechts erfolgt, betrifft demnach Tätigkeiten von bis zu 24 Monaten. 

Eine A1-Bescheinigung ist nur dann erforderlich, wenn im Wohnstaat ein Nachweis über die Anwendung der deutschen Rechtsvorschriften gefordert werden sollte. "Hintergrund hierfür ist, dass die Beschäftigung im Wohnmitgliedstaat vorübergehend und in Übereinstimmung mit dem Direktionsrecht des Arbeitgebers erfolgt", heißt es auf der Internetseite der DVKA

Bereits in einem Rundschreiben im März hatte der GKV-Spitzenverband auf die Homeoffice-Regelungen für Grenzgänger, Entsandte und Beschäftigte in mehreren Mitgliedstaaten hingewiesen.

Mehrstaaten-Regelung bis mindestens 31. Dezember 2020

Konkretisiert wurde nun auch das Datum, bis wann eine gewöhnliche Beschäftigung in mehreren Staaten gilt, wenn eine entsprechende Bescheinigung nach Artikel 13 VO (EG) Nr. 883/2004 vorliegt. So ergeben sich nach Auffassung der DVKA bis mindestens 31. Dezember 2020 keine Änderungen in Bezug auf das Sozialversicherungsrecht, wenn wegen der Coronavirus-Pandemie die Arbeitszeit anders verteilt wird. "Dies gilt selbst dann, wenn beispielsweise die Tätigkeit vorübergehend ausschließlich zu Hause ausgeübt wird. Ausgestellte A1-Bescheinigungen bleiben auch für diese Zeit gültig", teilt die DVKA mit.

Weitere Informationen

In unserem Artikel " Coronavirus und Sozialversicherungsrecht " finden Arbeitgeber Informationen zum grenzüberschreitenden Homeoffice - etwa auch zur Unterbrechung oder Verschiebung von Entsendungen.