Der Studie zufolge gehört Deutschland zu den Schlusslichtern weltweit, wenn es um die Eingewöhnung im Gastland geht (Platz 60 von 64). Mehr als der Hälfte der Befragten (55 Prozent) fällt es schwer, deutsche Freunde zu finden, und über ein Viertel (27 Prozent) beschreibt die Deutschen generell als unfreundlich. "Deutlich besser schneiden in dieser Kategorie südliche Länder ab, auch lateinamerikanische Länder, wo die Menschen sich einfach viel leichter zu Hause fühlen", sagt Malte Zeeck, Gründer von InterNations.

Beim Arbeiten top, in der Digitalisierung flop

Der negative Eindruck, der durch diese Befragungsergebnisse vermittelt wird, relativiert sich beim Blick auf das Thema Arbeiten in Deutschland. Hier steht die Bundesrepublik von allen 64 Ländern auf Platz 4 der beliebtesten Staaten. Nur Vietnam, Tschechien und Luxemburg gelten als attraktiver, wobei im Falle des Spitzenreiters Vietnam offensichtlich die niedrigen Lebenshaltungskosten ins Gewicht fielen.

Neun von zehn Arbeitnehmern aus dem Ausland (90 Prozent) sind in Deutschland mit der Wirtschaftslage zufrieden, und 72 Prozent halten ihren Arbeitsplatz für sicher. Folglich gilt Deutschland in der Kategorie Wirtschaftslage und sichere Arbeitsplätze als zweitbestes Land für Expats weltweit und wird nur von Luxemburg geschlagen.

Wenig verwunderlich ist die vergleichsweise dürftige Platzierung Deutschlands im Bereich der digitalen Infrastruktur. Die Bundesrepublik gehört in der entsprechenden Kategorie zu den zehn Ländern mit den schlechtesten Bewertungen weltweit.

Über die Studie

Mit 20.000 Teilnehmern ist die Expat-Insider-Studie des Netzwerks InterNations eine der größten jährlichen Umfragen zum Leben und Arbeiten im Ausland. Berücksichtigt werden insgesamt 64 Länder weltweit.