Bis zu 30.000 Euro Bußgeld müssen Arbeitgeber zahlen, die ihrer Mitteilungspflicht nicht nachkommen, wenn ein Beschäftigungsverhältnis frühzeitig aufgelöst wird. Laut neuer Fassung des Aufenthaltsgesetzes muss die Meldung bei der zuständigen Ausländerbehörde innerhalb von vier Wochen nach Kenntnis der Beendigung erfolgen (§4a Abs. 5 AufenthG n.F.).

"Da es die Mitteilungspflicht in dieser Form bisher nicht gab, haben viele Arbeitgeber diesen Punkt aktuell nicht im Blick", erklärt Theresa Anna Rzeppa, Expertin für Visa und Immigration bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH (PwC). Die Pflicht bestehe auch für Entsendungen von Drittstaatsangehörigen, die früher als geplant beendet werden. 

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz gilt seit dem 1. März 2020 und regelt den Zugang qualifizierter Arbeitskräfte aus Drittstaaten zum deutschen Arbeitsmarkt.