Insgesamt zeigt die Studie "Labour shortages and surpluses 2019", dass es in der gesamten EU an hoch qualifizierten Arbeitskräften in überwiegend technischen Berufen mangelt. Software-Entwickler und Ingenieure fehlen beispielsweise in allen Ländern.

Ein Fachkräfteüberschuss dominiert hingegen überwiegend bei Hilfs- und Facharbeitern aus nicht-technischen Berufsfeldern. Die abschließende Gegenüberstellung zeigt für 24 Berufsgruppen ein Potenzial für grenzüberschreitendes Recruiting.

Deutschland unter EU-Durchschnitt

Beim Thema Mangel an qualifiziertem Nachwuchs scheint Deutschland laut Studie nicht einmal besonders stark betroffen zu sein: Sowohl beim Fachkräftemangel als auch beim Überschuss liegt die Bundesrepublik im EU-Vergleich unter dem Durchschnitt.

Mangelware Handwerker

Die Studie bestätigt, was Handwerkskammern und Ausbildungsbetriebe schon lange wissen: Es fehlt hierzulande an Fachkräften in Ausbildungsberufen. Im EU-Vergleich suchen deutsche Firmen überdurchschnittlich viele Qualifizierte. Dabei lässt sich feststellen: Je technischer der Beruf, desto dringender werden Mitarbeiter gebraucht.

Trotz der bekanntermaßen guten Arbeitsmarktsituation gibt es in Deutschland einen Überschuss bei Hilfs- bzw. Facharbeitern. In diesen Berufsgruppen identifiziert der Bericht zum Beispiel für Sicherheitspersonal grenzüberschreitende Berufsperspektiven.

Über die Studie

Für die Erhebung hat die EU-Kommission Datensätze zum Fachkräftemangel aus 23 Mitgliedstaaten sowie drei belgischen Regionen ausgewertet. Zum Fachkräfteüberschuss lagen 19 Datensätze (inklusive der drei belgischen Regionen) vor.

Auf der Seite der Europäischen Kommission steht die Studie zum Download zur Verfügung.