Die BTP-Karte muss nach französischem Arbeitsrecht jeder Arbeitgeber beantragen, dessen Angestellte Bauarbeiten oder öffentliche Arbeiten ausführen, leiten oder organisieren. Sie ist auch erforderlich, wenn es sich nur um Gelegenheits-, Neben- oder Hilfstätigkeiten handelt.

Die Abkürzung "BTP" steht übrigens für "bâtiment et travaux publics" - also "Bauwesen und öffentliche Arbeiten". 

Zu den Tätigkeiten, die die Karte erfordern, gehören unter anderem:

  • Erdarbeiten, Bauarbeiten, Montage und Demontage, Innen- und Außenausstattung, Wartung, Instandhaltung 
  • Alle zu diesen Arbeiten gehörenden Maler- und Reinigungsarbeiten 
  • Alle direkt damit verbundenen Zusatzarbeiten

Von der BTP-Karte sind unter anderem befreit:

  • Festgelegte Berufe (beispielsweise Landvermesser, Bautechniker, Lkw-Fahrer, Lieferanten von Ausrüstungen)
  • Führungskräfte, die auf der Baustelle keine direkten Weisungen ausüben 
  • Mitarbeiter, die keine Materialarbeiten durchführen oder die Baustelle direkt überwachen 
  • Auszubildende 

Auf einer speziellen Internetseite erhalten Arbeitgeber in französischer Sprache alle wichtigen Informationen. Häufige Fragen und Antworten werden in einer FAQ-Liste beantwortet.

"Eine BTP-Karte gilt pro Mitarbeiter und nur für einen bestimmten Einsatzzeitraum. Bei einer weiteren Entsendung heißt es: die BTP-Karte neu beantragen", weiß Referent Omer Dotou, Leiter Global Mobility Services des Unternehmens BDAE Consult. "Die französischen Entsendeverpflichtungen sollten nicht unterschätzt werden. Bei Verstößen können hohe Bußgelder drohen", rät der Experte, der in einem TK-Webinar Beispiele aus seiner Praxis vorgestellt hat.

Wie wird die BTP-Karte beantragt? 

Die Karte kann auf der Internetseite cartebtp.fr beantragt werden. Vorab müssen die entsandten Mitarbeiter über das Internetportal SIPSI angemeldet sein.

Weitere Informationen rund um die Entsendung nach Frankreich finden Sie in unserer Länderübersicht .