Um doppelte Steuern zu vermeiden, haben Deutschland und Österreich eine Konsultationsvereinbarung unterzeichnet, die mindestens bis zum 30. September 2021 gilt. Die Konsultationsvereinbarung verlängert sich automatisch vom Ende eines Kalendermonats zum Ende des nächsten, sofern sie nicht von der zuständigen Behörde eines der Vertragsstaaten gekündigt wird. Grenzpendler, die zur Eindämmung der Pandemie zurzeit von zu Hause aus arbeiten, versteuern ihren Lohn weiterhin einheitlich in nur einem Staat. Die im Homeoffice verbrachten Tage werden in der Steuererklärung als reguläre Arbeitstage angerechnet.

Zeitlich befristete Sonderregelung 

Wer die Regelung nutzen möchte, braucht eine Bescheinigung seines Arbeitgebers über die im Homeoffice verbrachten Tage. Diese sogenannte Tatsachen-Fiktion gilt jedoch ausschließlich für die Tage, die der Arbeitnehmer zur Bekämpfung von COVID-19 im Homeoffice arbeitet. Ausgenommen sind Arbeitstage, die grundsätzlich im Homeoffice oder in einem Drittstaat verbracht worden wären. Seit Oktober 2020 gilt diese Regelung auch für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Homeoffice ist keine Betriebsstätte

Die neue Vereinbarung spezifiziert zudem, dass die pandemiebedingte Arbeit im Homeoffice keine Betriebsstätte begründet. 

Verlängerte Ausnahmeregelungen

Die Gültigkeit der DBA-Ausnahmeregelungen für Belgien und Frankreich die Niederlande wurde bis mindestens zum 31. Dezember 2021 verlängert.