Um doppelte Steuern zu vermeiden, haben Deutschland und Österreich eine neue Konsultationsvereinbarung unterzeichnet, die nun mindestens bis Ende Juni 2021 gilt. Grenzpendler, die zur Eindämmung der Pandemie zurzeit von zu Hause aus arbeiten, versteuern ihren Lohn weiterhin einheitlich in nur einem Staat. Die im Homeoffice verbrachten Tage werden in der Steuererklärung als reguläre Arbeitstage angerechnet.

Zeitlich befristete Sonderregelung 

Wer die Regelung nutzen möchte, braucht eine Bescheinigung seines Arbeitgebers über die im Homeoffice verbrachten Tage. Diese sogenannte Tatsachen-Fiktion gilt jedoch ausschließlich für die Tage, die der Arbeitnehmer zur Bekämpfung von COVID-19 im Homeoffice arbeitet. Ausgenommen sind Arbeitstage, die grundsätzlich im Homeoffice oder in einem Drittstaat verbracht worden wären. Seit Oktober 2020 gilt diese Regelung auch für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Homeoffice ist keine Betriebsstätte

Die neue Vereinbarung spezifiziert zudem, dass die pandemiebedingte Arbeit im Homeoffice keine Betriebsstätte begründet. 

Verlängerte Ausnahmeregelungen

Die Gültigkeit der DBA-Ausnahmeregelungen für die Niederlande, Belgien und Frankreich wurde bis mindestens zum 30. Juni 2021 verlängert, damit gelten für Grenzpendler neue Fristen.