Um doppelte Steuern zu vermeiden, haben zum Beispiel Deutschland und Österreich eine Konsultationsvereinbarung unterzeichnet, die mindestens bis zum 31. März 2022 gilt. Die Konsultationsvereinbarung verlängert sich automatisch vom Ende eines Kalendermonats zum Ende des nächsten, sofern sie nicht von der zuständigen Behörde eines der Vertragsstaaten gekündigt wird. Grenzpendler, die zur Eindämmung der Pandemie zurzeit von zu Hause aus arbeiten, versteuern ihren Lohn weiterhin einheitlich in nur einem Staat. Die im Homeoffice verbrachten Tage werden in der Steuererklärung als reguläre Arbeitstage angerechnet.

Zeitlich befristete Sonderregelung 

Wer die Regelung nutzen möchte, braucht eine Bescheinigung seines Arbeitgebers über die im Homeoffice verbrachten Tage. Diese sogenannte Tatsachen-Fiktion gilt jedoch ausschließlich für die Tage, die der Arbeitnehmer zur Bekämpfung von COVID-19 im Homeoffice arbeitet. Ausgenommen sind Arbeitstage, die grundsätzlich im Homeoffice oder in einem Drittstaat verbracht worden wären. Seit Oktober 2020 gilt diese Regelung auch für Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Homeoffice ist keine Betriebsstätte

Die neue Vereinbarung spezifiziert zudem, dass die pandemiebedingte Arbeit im Homeoffice keine Betriebsstätte begründet. 

Verlängerte Ausnahmeregelungen

Die Gültigkeit der DBA-Ausnahmeregelungen für weitere Länder wie z.B. Frankreich, Belgien, Niederlande und die Schweiz wurden bis mindestens zum 31. März 2022 verlängert. Für die Sozialversicherung bestehen die Ausnahmeregelungen bis 30. Juni 2022.