Mit insgesamt 14.600 Einbürgerungen wurden im vergangenen Jahr mehr Briten aufgenommen als 2017 und 2018 zusammen. Das zeigt eine Erhebung des Statistischen Bundesamts. Zum Vergleich: Im Jahr vor dem Referendum der Briten zum Austritt aus der EU verzeichneten die Statistiker gerade einmal rund 600 Einbürgerungen. 

Insgesamt haben in den vier Jahren seit dem Referendum 31.600 Briten die deutsche Staatsangehörigkeit erworben, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. In fast allen Fällen hätten sich die Antragsteller dafür entschieden, die britische Staatsangehörigkeit beizubehalten. 

Doppelte Staatsbürgerschaft nur bis Ende 2020

Diese Möglichkeit gibt es nur noch bis zum 31. Dezember 2020, dem Ende der Brexit-Übergangsphase. Wer danach die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt, muss die britische aufgeben. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass die Mehrstaatigkeit nach dem deutschen Recht eigentlich vermieden werden soll. Für EU-Bürger gilt eine Ausnahmeregelung im Staatsangehörigkeitsgesetz (§ 12 StAG).

Briten brauchen ab 2021 Aufenthaltstitel 

Für die in Deutschland arbeitenden Briten und ihre Angehörigen ist ab 2021 die Beantragung von Aufenthaltstiteln erforderlich, für die bestimmte Voraussetzungen gelten. Das Bundesinnenministerium beantwortet auf seiner Internetseite Fragen zum Thema

Hier lebenden britischen Staatsbürgern ohne deutschen Pass wird empfohlen, sich bei der zuständigen Ausländerbehörde zu registrieren. Manche Behörden bieten auf ihren Internetseiten ein Antragsverfahren an, wie zum Beispiel das Berliner Landesamt für Einwanderung.

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