Jeder Tag ist ein Feiertag! Das ist zumindest der Eindruck, der entsteht, wenn man sich die Webseite kuriose-feiertage.de des Bonner Bloggers Sven Giese anschaut. Vom "Tag des Quietscheentchens" (13. Januar) bis zum "Tag der großen Veränderung in letzter Minute" (30. Dezember) werden vor allem in den USA die skurrilsten Dinge feierlich begangen. In kurzen Blogbeiträgen beleuchtet Hobby-Feiertagssammler Sven Giese dabei auch die Wurzeln der zum Teil verrückten Termine. 

"Eis zum Frühstück"-Tag wird gleich zweimal gefeiert

Neben scheinbar unsinnigen Anlässen wie der "Tag des Fußvermessens" (23. Januar) sind es zahlreiche nationale Köstlichkeiten, denen Feiertags-Erfinder rund um den Erdball ein eigenes Datum widmen - wie zum Beispiel Brownies in den USA (8. Dezember) oder Zimtschnecken in Schweden (4. Oktober). Allein für "Eis zum Frühstück" gibt es gleich zwei Feiertage im Februar. 

In Südafrika wird am 24. September die Grillkultur des Landes mit dem "National Braai Day" zelebriert. Dass dieser Tag durch den Heritage Day auch ein staatlicher Feiertag ist, dürfte kein Zufall sein.

"Schwimm-eine-Runde"-Tag

Hinter so manchem witzigen Termin verbirgt sich ein durchaus pädagogisch sinnvoller Ansatz: In den USA gibt es etwa den "Schwimm-eine-Runde"-Tag (24. Juni) sowie den "Geh-zu-Fuß-zur-Arbeit"-Tag am ersten Freitag im April. Der "Anti-Prokrastinations-Tag" in den USA am 6. September schafft Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Aufschieberitis, wobei wir Deutschen zum Beispiel 30. Oktober den "Tag des Kinnkraulens" begehen. Eine der Erklärungen lautet: Wer mit Kinnkraulen beschäftigt ist, kann keine anderen Dummheiten anstellen.

Tage für Dankbarkeit, Nettigkeit und Glück

Für den persönlichen Kalender aller Menschen scheint auf jeden Fall der 20. März geeignet zu sein. Die UNO hat diesen Tag zum Weltglückstag erklärt. Schon im Februar gibt es in Neuseeland und den USA den "Tag der spontanen Nettigkeit". Am 23. November wird übrigens der "Tag des Dankes für die Arbeit" gefeiert - in Japan.