Im Rahmen des neuen Migrations- und Asylpakets hat die Europäische Kommission die Schlüsselinitiative "Fachkräftepartnerschaften" gestartet. Sie soll dabei helfen, den Fachkräftemangel in der Europäischen Union abzubauen und Partnerschaften mit Drittstaaten im Bereich Migration zu stärken. Gemeinsam soll die Migration gesteuert werden, indem die Fähigkeiten der für eine Arbeit in Europa in Betracht kommenden Menschen auf den Bedarf des Arbeitsmarktes abgestimmt werden.

Politischer und finanzieller EU-Rahmen für Arbeitskräfte in Drittstaaten

Der Fachkräftemangel ließe sich nicht durch eine Aktivierung und Weiterqualifizierung der einheimischen Arbeitskräfte bewältigen, heißt es bei der Europäischen Kommission. Die neue Initiative soll den Druck auf dem EU-Arbeitsmarkt verringern und Menschen aus Drittstaaten die Möglichkeit bieten, legal in der EU zu leben und zu arbeiten. 

Innerhalb der Fachkräftepartnerschaften sollen der Bedarf an Arbeitskräften in EU-Ländern und Qualifikationen in Drittstaaten besser aufeinander abgestimmt werden. Sie bieten einen politischen und finanziellen EU-Rahmen, der Studierenden, Hochschulabsolventen und Fachkräften offensteht. 

Auch Möglichkeiten für berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Fachwissen und Analysen zum Beschäftigungsbedarf sollen Teil der Partnerschaften werden.

Verbesserung von Migration und Arbeitsmarkt

Das neue Migrations- und Asylpaket spiegelt die strategischen Interessen der EU und ihrer Partnerländer wider. Ziel der Initiative ist die gemeinsame Steuerung der legalen Migration in Kombination mit der Bekämpfung der Ursachen von irregulärer Migration. Auch die Unterstützung bei der Integration zurückkehrender Migranten sowie eine Verbesserung der Zusammenarbeit der EU mit der Diaspora sind Teil der Fachkräftepartnerschaften.