Insbesondere die Pandemie gilt als Treiber bei der Entwicklung neuer Varianten der Global Mobility: Homeoffice im Ausland, international mobil oder vom Heimatland aus grenzüberschreitend arbeiten - "New Work" wächst unaufhaltsam und führt zu mehr Flexibilität bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern. 

Ebenso schnell wie die Entsendungsmodelle ändern sich aber auch die zugehörigen Regelungen, an die sich Arbeitgeber halten müssen.  

Komplexe Regelungen beachten

Gerade bei den neuen Formen der Entsendung wie der grenzüberschreitenden Mobilarbeit können die Regelungen äußerst komplex sein. Gehören Visa, Arbeits-, Sozialversicherungs-, Ausländer- und Steuerrecht  zu den Standard-Anforderungen, muss darüber hinaus beispielsweise auch die reformierte  EU-Entsenderichtlinie  mit den relativ neuen Entsendemeldungen oder die Erfüllung des Grundsatzes "Equal Pay for Equal Work" beachtet werden. 

Entsendung oder lokale Tätigkeit?

Erschwerend kommt hinzu, dass mit Einführung einer Neuregelung der gleiche Sachverhalt nicht unbedingt auch im Ausland geregelt ist. Je nach Gastland, in dem der Arbeitnehmer remote arbeitet, ist auch zu prüfen, ob überhaupt eine Entsendung vorliegt oder ob es sich um eine lokale Tätigkeit mit besonderen rechtlichen Anforderungen handelt. All das birgt weitere Risiken für Arbeitgeber. 

Strafen vermeiden

Um Strafen bei Regelverstößen zu vermeiden, sehen sich viele Unternehmen veranlasst, sich fortlaufend mit neuen und sich wandelnden Bestimmungen der Global Mobility auseinanderzusetzen sowie unternehmensintern Prozesse und Leitlinien aufzusetzen. Unternehmenseigene Mobility-Teams gewinnen an Bedeutung. Denn wer gut vorbereitet ist, kann vorausschauend agieren und die Entsenderichtlinien entsprechend in der Praxis umsetzen.