Um spätere Fluktuation zu vermeiden, ist eine gut vorbereitete und längerfristige Wiedereingliederung gefragt. Denn: Entsandte finden bei ihrer Rückkehr im Unternehmen in der Regel ein anderes Umfeld vor als bei ihrer Abreise.

Sozialversicherung

Je nach Zielland und Aufenthaltsdauer kann es sein, dass Mitarbeiter während ihres Aufenthalts im Ausland nicht in der deutschen Sozialversicherung versichert sind. Um einen nahtlosen Übergang bei der Rückkehr herzustellen, sollte der Versicherungsschutz im Vorfeld geklärt werden. Hier hilft die TK gern weiter - auch im persönlichen Gespräch.

Vorbereitung durch Personalmanagement

Die Fluktuation von Rückkehrern ist ein bekanntes Problem: Laut Studien verlässt etwa jeder Zehnte das Unternehmen innerhalb von zwei Jahren - oft, weil die Erwartungen an die weitere Karriere enttäuscht werden. Dies hat nicht nur mit dem im Ausland gewonnenen Erfahrungsschatz zu tun, sondern häufig auch mit einer fehlenden Begleitung durch die Personalabteilung: Einer Befragung des Beratungsunternehmens Ernst & Young zufolge einigen sich nur acht Prozent der Personalverantwortlichen schon vor der Rückkehr mit dem Entsandten über die Folgeposition.

Dabei sollte die Rückkehr eines Entsandten nach Empfehlungen von Experten möglichst schon mindestens ein Jahr im Voraus geplant werden - im Idealfall bereits vor Beginn des Auslandseinsatzes.

Das kann die Personalabteilung tun:

  • Den aktiven Kontakt mit Entsandten halten, auch während der Entsendung.
  • Rechtzeitig nach einer Position für den rückkehrenden Mitarbeiter suchen.
  • Jobportal für Mitarbeiter zugänglich machen, die sich im Auslandseinsatz befinden.

Informationsaustausch

Nicht immer ist der Mitarbeiter im Ausland an die heimische EDV angebunden. Dies hat auch zur Folge, dass er von wichtigen internen Informationsquellen abgeschnitten ist, die ihm die aktive Suche nach einer Zukunft im Unternehmen ermöglichen. Hierfür gibt es eine Lösung: Vor und während des Auslandseinsatzes kann ein Mentor aus den eigenen Reihen bestimmt werden, der als Ansprechpartner für den entsandten Mitarbeiter eine wichtige Funktion übernimmt. Er kann den Entsandten regelmäßig über Vorgänge und Entwicklungen im Heimatunternehmen informieren. So kann der Entsandte ein realistisches Bild von den Veränderungen bekommen. Je aktiver der Informationsaustausch, desto besser kann der Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden werden.

Checkliste

An alles gedacht? Für die Vorbereitung der Rückkehr haben wir für Sie eine Checkliste verfasst.

Rückkehr vorbereiten: Checkliste für Arbeitgeber

Die Heimkehr ins Unternehmen will gut vorbereitet sein – sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind gefragt, damit der Wiedereinstieg gelingt. Diese Checkliste hilft dabei, rechtzeitig an die wichtigsten Punkte zu denken. Sie erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Für individuelle Notizen haben wir Ihnen zusätzlichen Raum gelassen.

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