Für Grenzgänger, die zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie im Homeoffice tätig sind, bleibt der Pendlerstatus erhalten. Die Arbeit vom Homeoffice aus wird also der regulären Arbeitszeit im jeweils anderen Staat gleichgesetzt. Dies gilt auch für Tage, an denen Mitarbeiter zu Hause bleiben und der Lohn weiterbezahlt wird. Diese Regelung bleibt laut einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vorerst bis zum 30. September 2021 bestehen. 

Laut Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit der Schweiz entfällt normalerweise der Status als Grenzgänger, wenn Personen an mehr als 60 Tagen pro Kalenderjahr nicht an ihren Wohnsitz zurückkehren. Die Arbeit im Homeoffice wäre eine solche Nichtrückkehr, da keine Hinreise an den Arbeitsplatz erfolgt.

Ähnliche Regelungen auch in anderen Staaten

Derartige DBA-Ausnahmeregelungen für Grenzgänger gibt es auch für die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Österreich. Sie können die Ausnahmeregelungen auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums (BMF) nachlesen. Laut einer Mitteilung des BMF sollen sie nur so lange gelten, bis die wegen der Covid-19-Pandemie ausgerufenen Maßnahmen wieder zurückgefahren werden.

Das gilt im Sozialversicherungsrecht

Die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) hat klargestellt, dass die vorübergehende Tätigkeit im Homeoffice jenseits der Grenze keine Änderung des bestehenden Rechts bedeutet.

Weitere Fragen zum Thema beantworten wir in der Rubrik " Grenzgänger ".